Einen Kooperationsvertrag unterzeichneten gestern die Stadtwerke Schönebeck und der Förderverein des Kreismuseums Salzlandkreis. Damit wird die seit den vergangenen Jahren lose Zusammenarbeit in ein Paket geschnürt. Verbunden ist das Engagement der Stadtwerke unter anderem mit finanziellen Unterstützungen.

Bad Salzelmen. Genau genommen ist es ein Bund fürs Leben. Im "Hochzeitszimmer" des Kreismuseums besiegelten gestern die Stadtwerke Schönebeck und der Förderverein des Kreismuseums Salzlandkreis eine kooperative Zusammenarbeit. Sie gaben sich das Ja-Wort für eine – wie beide Partner es formulierten – lange Zeit. "Die Stadtwerke sind ein Partner, der seit Jahren die Arbeit des Fördervereines punktuell unterstützt hat", berichtet Olaf Busch, Vorsitzender des Fördervereines.

Der angestrebte Umbau des Hauses brachte Stadtwerke und Verein nun noch enger zusammen. Ziel ist nicht nur der Erhalt des Baudenkmals im Stadtkern von Bad Salzelmen, sondern auch die Umgestaltung in eine Form, dass das Haus dem Konzept "Museum als Bildungsstandort und erlebnisorientierter Lernort" gerecht wird.

Insgesamt werden in den nächsten Jahren für den geplanten Umbau schätzungsweise 750 000 Euro benötigt. Rund 500 000 Euro kommen vom Land als Förderung in die Elbestadt, eine weitere noch unbekannte Summe von Stiftungen. "Dennoch ist der Eigenanteil erheblich", so Olaf Busch.

In dieser Situation baten die Mitglieder des Fördervereines die Stadt um Hilfe, die den Kontakt zu den Stadtwerken knüpften. Besonders lobte Olaf Busch gestern Joachim Schulke, Dezernent in der Verwaltung. Er sei offen und konstruktiv mit dem Hilfeersuchen des Vereines umgegangen, so der Vorsitzende. Am Ende unterstützt die Stadt die Vorhaben in den nächsten Jahren mit 15 000 Euro, die Stadtwerke mit 25 000 Euro – für beide eine erhebliche Summe. Damit wird für den Verein eine Finanzierungslücke geschlossen.

Friedrich Husemann, Geschäftsführer der Stadtwerke Schönebeck, freute sich ebenfalls über die Kooperationsvereinbarung. Die lange Zeit des Verlobens werde nun mit der Unterschrift zu "Heirat" besiegelt.

Mit dem Salzlandkreis als Eigentümer und dem Förderverein als Mitnutzer und Antragsteller der Fördermaßnahme haben sich zwei Partner gefunden, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln ein Interesse haben, das altehrwürdige Haus am Salzer Markt mit seinen Schätzen für die Nachwelt zu erhalten. "Ich bin auch sehr zufrieden", freute sich Museumsleiter Rüdiger Radicke. Er führte die Pressevertreter anschießend noch stolz durch das Haus und zeigte im Untergeschoss die Baustelle.

Am 11. März zur Museumsnacht können sich die Bürger vor Ort ein Bild über den Fortschritt der Bauarbeiten machen, so Radicke.