Getreu dem diesjährigen Motto "Der ECC fährt in die Berge" kennt die Stimmungskurve bei den Eickendorfer Narren erneut nur eine Richtung: Und zwar die nach oben. Bei ihrer Abendveranstaltung in der Sporthalle steckten sie am Sonnabend rund 170 Jecken mit Begeisterung auf der Bühne an.

Eickendorf. "Wir freuen uns riesig, dass die Veranstaltung ausverkauft ist", sagt ECC-Präsident Jörg Köppl nach dem Bühnenprogramm, das es zweifellos in sich hatte. Einen ersten Angriff auf die Lachmuskeln startete Olaf Stapel, als er als Zwerg die Bühne betrat und von seiner Diät berichtete. Aus einem Bergkloster kommend stieg Jürgen Gärtner als Mönch in die Bütt und nahm das Leben in Bördeland aufs Korn. Mit spitzer Zunge bekamen sowohl Bürgermeister und Ortsbürgermeister in der ersten Reihe einen verbalen Seitenhieb verpasst, als auch alle "Zugezogenen" in den neuen Eigenheimgebieten in "Neu Biere" oder "Neu Welsleben." Diese Gebiete würden jetzt als "Känguruh-Viertel" bezeichnet, sagte Mönch Gärtner. "Die neuen Einwohner wollen hier große Sprünge machen, haben aber nix im Beutel." Dass auch der Eickendorfer Narrennachwuchs nicht auf den Mund gefallen ist, bewies der Auftritt der Kindergruppe unter Leitung von Sandy Köhler. Die jungen Mädchen präsentierten einen musikalischen Abfahrtslauf auf Ski. Ordentlich was fürs Auge boten neben der Funkengarde die Tänzerinnen der "New Spanck´s Generation", die sich erst kurz zuvor aus einzeln auftretenden Tanzgruppen zusammengeschlossen hatten. Ihre Kostüme gefielen vor allem dem männlichen Publikum und passten zur gestiegenen Temperatur in der Halle. "Weniger ist manchmal mehr", zeigte sich auch ein älterer Vertreter des "Magdeburger Carneval Clubs 1990" (MCC) begeistert. Mit zwei weiteren Jecken aus der Landeshauptstadt sei er zur "Ideenfindung auf dem flachen Land" unterwegs. Er machte keinen Hehl daraus, dass ihm die Auftritte der "Likör Sisters" ebenso gefielen, wie das Männerballett und Bauchtänzerin Conny Weddige. "Die Premiere in der Sporthalle als Austragungsort ist gelungen", freute sich Tänzerin Anke Naumann. Nachdem die Bühne nach dem Programm in Windeseile abgebaut wurde, tanzten die Narren bis spät in die Nacht. Eine weitere Abendveranstaltung gibt es bereits am Sonnabend, dem 5. März, ab 19.19 Uhr in der "Brüderwirtschaft" Großmühlingen.