Schönebeck (ok). Die Erdgas Mittelsachsen GmbH (EMS) wird einen Großteil ihres Unternehmens aus Schönebeck verlagern. Das empfehlen die Mitglieder des Aufsichtsrates auf ihrer jüngsten Sitzung in dieser Woche in München. "Es ist vorgeschlagen worden, dass der Hauptsitz nach Staßfurt gehen wird", sagte gestern auf Anfrage der Volksstimme der Pressesprecher der EMS, Frank Sieweck. Damit setzt die EMS den Wunsch der Gesellschafter um.

Jetzt beginnt das Unternehmen, das im nächsten Jahr sein 20-jähriges Bestehen in der Elbestadt gefeiert hätte, die Suche nach einem neuen, geeigneten Standort. Im Gespräch ist unter anderem das leerstehende Rathaus in Förderstedt und ein zweiter Standort im Gewerbegebiet in Staßfurt. "Das wäre eine ideale Lösung", freute sich gestern der Atzendorfer Landtagsabgeordnete Johann Hauser (FDP). Das Rathaus in Förderstedt steht seit dem Auszug der Verwaltung leer.

Der EMS scheint die Dezentralisierung aber nicht ganz recht zu sein. "Es gibt derzeit eine Reihe von Optionen", so der Pressesprecher. Die Vorzugsvariante der EMS wäre, ein zentrales Objekt in der Stadt Staßfurt zu finden.

Die Mitarbeiter der EMS sollten gestern über die Entscheidung des Aufsichtsrates informiert werden. Was aus dem Haus in Schönebeck werden wird, steht noch nicht fest. "Wir werden auf jeden Fall mit Vertrieb und Kundenservice vor Ort bleiben", so Frank Sieweck.