Die zweiten Berufsfindungs-terminals im Salzlandkreis an Schulen wurden jetzt in Schönebeck in Betrieb genommen. Diese stehen in der Maxim-Gorki-Sekundarschule. Der erste wurde vor einiger Zeit in Calbe aufgestellt.

Schönebeck. Wie wichtig eine Hilfe bei der Berufsfindung ist, wusste Landrat Ulrich Gerstner (SPD) aus eigenem Erleben. Er wollte nämlich auch nicht immer Landrat werden. "Na klar, als Jugendlicher hat man da noch nicht so sichere Vorstellungen. Aber aus der Erfahrung von heute weiß ich: Man sollte sich frühzeitig mit dem Thema beschäftigen", so der Landrat.

Ob sich die Schüler der oberen Klassenstufen dies in ihr Poesiealbum schreiben werden, ist ungewiss. Doch an der Richtigkeit der Aussage ist nicht zu rütteln. Aus diesem Grund haben verschiedene Institutionen des Landkreises zusammengewirkt, um den Jugendlichen bei der Orientierung behilflich zu sein.

Die beiden Computerterminals, die nun in der Maxim-Gorki-Schule stehen, lassen das Öffnen von vorgegebenen Seiten aus dem Internet zu. Ein sinnloses Surfen im weltweiten Netz soll damit verhindert werden. An den Rechnern erfahren die Mädchen und Jungen nun freie Stellen für Praktika und Ausbildungsplätze. Auch die Homepage der Schule sowie der Vertretungsplan sind abrufbar.

"Bei der Vorbereitung des Projektes und beim Aufbau haben wir eine sehr gute Zusammenarbeit mit der früheren Kommunalen Beschäftigungsagentur, dem heutigen Jobcenter machen können", sagte Gerd Engelmann von der SBS Bildungsprojekte GmbH. Seit Oktober 2010 konnten aus der Maßnahme dieses Träges sieben Teilnehmer, wenn auch einige vorerst im geringfügigen Umfang, in Arbeit vermittelt werden. "Weitere drei Teilnehmer führten bereits Vorstellungsgespräche, von denen einer seit dem 1. März eine Tätigkeit bei Doppstadt aufnehmen durfte", so Sven Hause vom Jobcenter des Salzlandkreises.

Somit hilft das Projekt beiden Seiten: den Schülern bei der Berufsorientierung und den Teilnehmern in den Arbeitsgelegenheiten. "Die Qualifizierungsstunden während der Beschäftigungsmaßnahme führen zur Wissenserweiterung und Erhöhung der Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt. Ebenso erlangen die Teilnehmer viel neues Wissen durch ihre Tätigkeit beim Bau der Terminals in den Sekundarschulen", so Hause.

So arbeiten die Teilnehmer mit verschiedener Software, sie werden mit den verschiedenen Problemen und Fehlern in den Bereichen Software und Hardware konfrontiert und lösen diese unter Anleitung und teilweise auch selbstständig. Außerdem werden durch praktische Übungen im Bereich der Netzwerktechnik einzelne Teilnehmer soweit qualifiziert, dass sie eigenständig und fehlerfrei Netzwerkkabel herstellen und Kleinstnetzwerke einrichten können.

Erster, der die neuen Terminals testen durfte, war Sebastian Fischer aus der Klasse 8 a. Er interessiert sich für Geschichte und ging gleich auf die Historien-Suche.