Zens (ttr). "Wir fühlen uns wie am Arsch der Welt", machte eine Zenserin am Rande der Frauentagsfeier, die der Ortschaftsrat traditionell für die Damen des Ortsteils veranstaltet, ihrem Ärger Luft. Nicht nur, dass der Omnibus nur noch bei Bedarf über Zens fährt, auch die Landstraße nach Calbe wird zusehends schlechter. Mit ihrer Äußerung rannte die Rentnerin bei Dr. Frank Ahrend offene Türen ein. Der Ortsbürgermeister kämpft seit Jahren gegen Windmühlen - die Kreisstraße von Zens nach Calbe hat es in der Prioritätenliste des Landkreises nie über Platz 30 hinaus geschafft.

"Die Frage ist doch: Wie kommen wir ans Ziel?", fasste er das Dilemma zusammen, denn weder Briefe an den Landrat, noch Begehungen oder ein Treffen mit Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre brachten bisher einen nennenswerten Erfolg. Hauptgrund für die Absage war stets die geringe Nutzung der alten Kopfsteinpflaster-Chaussee. Um zu zeigen, wie wichtig ihnen das Anliegen ist, haben sich die Zenser nun durchgerungen, Unterstützungsunterschriften im Ort zu sammeln, die dann über die Einheitsgemeinde an den Landkreis weitergereicht werden sollen. Darin werden zwei Dinge gefordert: zum einen die dringend notwendige Ausbesserung der "neuen Straße" aus den 1960er Jahren nach Kleinmühlingen, zum anderen, dass die Kreisstraße nach Calbe mit einem Bitumenüberzug versehen wird. "Wir wollen als kleinster Ortsteil nicht abgehängt werden", fasste Dr. Ahrend die größte Sorge seiner Einwohner zusammen und will das kurz vor der Landtagswahl noch einmal bekräftigt wissen.