Barby. Der nächste Bauausschuss wird sich am 22. März mit den vier Schiffsanlegern der Einheitsgemeinde Barby beschäftigen. Die Frage ist: Müssen sie in der kommenden Saison alle ins Wasser oder nicht? "Es wird darauf hinauslaufen, Barby und Breitenhagen nicht in Frage zu stellen. Die anderen müssen wir abprüfen", sagte Amtsleiter Holger Goldschmidt auf Volksstimme-Anfrage.

Der Grund: die "sehr überschaubare Nutzung". Die Schiffsanleger in Glinde und Klein Rosenburg werden danach voraussichtlich auf dem Land bleiben, weil in der Vergangenheit kaum ein Fahrgastschiff fest machte. Vorgreifen wollte Holger Goldschmidt der Sitzungsabstimmung allerdings nicht. Offiziell sei noch "alles offen".

Realistisch betrachtet hätte Breitenhagen die größte Chance, weil dort der Wassertourismus des "Blauen Band" noch am besten funktioniere. Auch zumindest während Barbys 1050-Jahrfeier im August sind in der Elbestadt Fahrgastschiff-Touren geplant.

Holger Goldschmidt beziffert den jährlichen finanziellen Aufwand, die Schiffsanleger in das Wasser und wieder heraus zu heben, mit rund 10 000 Euro. Gebraucht werde dafür schwere Technik: einen Mobilkran zum Heben und Bugsierschiffe, um die Anleger von ihren Liege- zu den Anlegeplätzen zu transportieren.

Die Anleger wurden in den 90er Jahren installiert, als man von einem regen Fahrgastschiff-Tourismus ausging. Die Realität sprach vor allem im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts eine andere Sprache. Die Resonanz der Schiffsreiselustigen hielt sich in Grenzen.

Nicht zur Disposition stehen die beiden Sportboot-Anleger an der Rosenburg-Werkleitzer Fährstelle und an Barbys ehemaliger Schiffswerft.