Schönebeck. Mit Sachspenden in einem Gesamtwert von rund 1000 Euro ist die Wasserwehr Schönebeck am Freitag bedacht worden. Die Ehrenamtlichen um Wehrleiter Dirk Lindner erhielten ein Notstromaggregat, eine so genannte Hochleistungsschmutzwasserpumpe, einen opulenten Wassercontainer sowie Mützen für die Kameraden und diverses Werkzeug und Materialien. Spender der Gaben sind die Firmen Meltem GmbH & Co. KG sowie das Magdeburger Unternehmen Chemie-Vertrieb, das eine Niederlassung in Schönebeck unterhält.

"Ich bin heute in zwei Funktionen hier: einmal als Spender und einmal als Empfänger", sagte Dirk Lindner während der Übergabe der Gerätschaften. Damit verwies er auf sein Angestelltenverhältnis bei der Meltem GmbH, eines mittelständischen Unternehmens mit Hauptsitz in Bayern. Von ihm stammen Stromaggregat und Hochleistungspumpe. Die Firma Chemie-Vertrieb steuerte den voluminösen Wassercontainer bei. Der könne künftig genutzt werden, um Deichdurchbrüche zu simulieren erklärte Lindner auf Nachfrage. "Der Container fasst 1000 Kilogramm, wenn er denn mal voll ist", umschrieb Axel Lenz von der Schönebecker Niederlassung das Fassungsvermögen des Kunststoffbehälters.

Dirk Lindner, der sich im Namen der Schönebecker Wasserwehr für die Sachspenden bedankte, bezeichnete den Werdegang bis zur Übergabe am Freitag als "kurzfristig, unbürokratisch, ohne viel Federlesen".

Auch der zuständige Dezernent der Stadtverwaltung, Joachim Schulke, sprach seinen Dank aus. "Jedes Stück Ausrüstung kann die Effizienz unserer Wasserwehr nur steigern", befand er. Schulke fügte an: "Trotzdem hoffe ich, dass es allezeit nur beim Üben bleibt. Aber sollte der Ernstfall doch einmal eintreten, dann ist es gut zu wissen, dass die Kameraden optimal vorbereitet und ausgerüstet sind."

Sponsoren erhalten ein Ostpaket als Dank

Lindner revanchierte sich gegenüber den Sponsoren mit einem typischen Ostpaket, gefüllt mit Lebensmittelprodukten aus den neuen Bundesländern. Für die Mitarbeiter der bayerischen Firma könnten darin einige Überraschungen enthalten sein.

Sowohl Lindner als auch Schulke nahmen die Gelegenheit wahr, um gegenüber Journalisten darauf hinzuweisen, dass die Schönebecker Wasserwehr weiterhin an Freiwilligen interessiert ist. Derzeit zählt die Gruppe 13 Mitglieder. "Nachwuchs ist uns wichtig. Da für uns auch Nachteinsätze möglich sind, sollten Interessierte möglichst 18 Jahre alt sein", erklärte Dirk Lindner. Weitere Informationen dazu gibt es im Ordnungsamt, Telefon 71 03 14.

Die Wasserwehr war im Jahr 2006 offiziell ins Leben gerufen worden. Hintergrund ihrer Bildung bildete das Jahrhunderthochwasser vom August 2002. Die Kameraden und Kameradinnen sollen im Falle eines bedrohlichen Hochwassers (Alarmstufe 4) einen wesentlichen Anteil dazu beitragen, die Deiche und sonstigen Anlagen vor Schäden zu schützen. Eine Aufgabe sind beispielsweise Deichbegehungen. Während des diesjährigen Winterhochwassers Ende Januar waren die Ehrenamtlichen intensiv im Einsatz, zeitweise rund um die Uhr.

Übrigens: Das Domizil der Wasserwehr befindet sich im Frohser Hafen. Zu den Mitgliedern der Wehr gehört auch der ehemalige Schönebecker Dezernent Gerd Stegmann.