Der Fahrbahnzustand der Salzer Straße ist immer wieder Thema in den Anrufen am Redaktionstelefon "Leute, Leute". Die Stadt hat auf diese Kritik reagiert und kündigt nun Baumaßnahmen an.

Schönebeck. Die Fahrbahn ist eine "Katastrophe", das Erscheinungsbild der Salzer Straße einer Innenstadt-Einkaufsmeile nicht würdig - Die Kritik, die zuletzt Leser Frank Liebegut am 17. März in der Volksstimme äußerte, ist inhaltlich nicht neu und ist ähnlich immer wieder unter der Rubrik "Leute, Leute" zu lesen. Viele Schönebecker fordern, dass an der Salzer Straße endlich etwas gemacht werden muss. Die Holperpiste ist nicht nur für Autofahrer ein Graus, sondern birgt auch echte Gefahren für die Fußgänger, die die Straße überqueren wollen. Und das mitten im Zentrum, dessen Geschäfte eigentlich von Passanten profitieren sollen - genug Initiativen dazu laufen bereits seitens der Stadt.

Jetzt meldet sich die Stadt zu Wort: Rathaus-Sprecher Hans-Peter Wannewitz erklärt, dass die Verwaltung um die Schäden in der Salzer Straße wie auch in anderen Bereichen weiß. Eine kurzfristige Reparatur, wie öffentlich gefordert, sei bisher allerdings noch nicht möglich gewesen. "Wir hatten bis vor wenigen Tagen noch Nachtfröste und die Tagestemperaturen reichten nicht wirklich aus, um diese Straße zu sanieren." Man brauche kontinuierlich Temperaturen um die plus 5 Grad Celsius.

Einig sei man sich im Rathaus mit der Lesermeinung, dass ein "Flicken" der Fahrbahn nicht mehr genüge. Für eine größere Ausbesserung seien aber Vorarbeiten wie Vermessungsleistungen notwendig, erklärt Wannewitz. "Denn am Ende muss der Asphalt profilgerecht eingebaut werden, so dass das Regenwasser in die Straßenabläufe laufen kann und nicht davor stehen bleibt." Alle Arbeiten müssten als öffentliche Aufträge zudem ausgeschrieben werden.

Der Stadtsprecher informiert, dass die Reparatur der Deckschicht der Salzer Straße und von Winterschäden in anderen Straßen der Stadt derzeit vorbereitet und noch im Frühjahr 2011 begonnen wird. Für die Salzer Straße bedeute dies eine Vollsperrung für mindestens einer Woche.

"Die Stadt ist indessen zuversichtlich, aus Landesmitteln Gelder zu bekommen", so Hans-Peter Wannewitz. Auch wenn die angekündigte Summe nicht für sämtliche Arbeiten ausreichen könne, so helfe derzeit doch "jeder Cent".