Wanzleben. Mit großem Vorsprung machte gestern der Direktkandidat der CDU das Rennen in Wanzleben: Mit 33,6 Prozent der Stimmen darf der Osterweddinger Kay Barthel für die CDU in den Landtag ziehen. Für Barthel ist es die erste Legislaturperiode im Landtag von Sachsen-Anhalt.

Gemeinsam mit seiner Familie, seiner Frau Vera, den Eltern, den Wahlhelfern, Freunden und Bekannten, um die CDU-Mitglieder nicht zu vergessen, verbrachte Kay Barthel den Wahlabend in der "CDU-Scheune" in Langenweddingen. Aufgeregt und nach einer saftigen Erkältung auch etwas angeschlagen, verfolgte der CDU-Mann die Wahlergebnisse. Als die Hälfte aller Wahlbereiche ausgezählt und gemeldet war, stand bereits fest, dass Kay Barthel der Wahlsieg im Wahlkreis 20 nicht mehr zu nehmen war. Ein Vorsprung von gut zwölf Prozent gegenüber seinen "Verfolgerinnen" Gudrun Tiedge und Silke Schindler konnte ihm nicht mehr genommen werden.

"Ich freue mich natürlich, dass es so gut gelaufen ist. Das hätte ich ehrlich gesagt, so deutlich gar nicht erwartet. Für mich war es der erste Wahlkampf. Es war für alle Beteiligten, vor allem aber für meine Familie, auch eine sehr anstrengende Zeit. Ich bin super zufrieden", meinte der glückliche Wahlsieger. Zufrieden ist er zudem mit der gestiegenen Wahlbeteiligung im Land. "Das wirft ein besseres Bild auf Sachsen-Anhalt. Genau wie die Tatsache, dass es die NPD nicht geschafft hat."

Ein sehr gutes Ergebnis hat Kay Barthel in seiner Heimatgemeinde im Sülzetal erzielt. "Es zeigt, dass mein Engagement in der Kommunalpolitik, im Gemeinderat, Früchte trägt." Für den diplomierten Ingenieur, der zuletzt als persönlicher Mitarbeiter von Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre tätig war, beginnt nun ein völlig neuer Lebensabschnitt, dem er mit Spannung entgegensieht.

Landtagsabgeordnete Silke Schindler von der SPD feierte gestern Abend ihren Einzug in den Landtag mit auf der SPD-Wahlparty in der Festung Mark in Magdeburg: "Die Gefühle liegen deshalb zwischen Zufriedenheit und ein klein wenig Enttäuschung darüber, dass unser Anteil an Stimmen doch nicht mehr geworden ist. Gudrun Tiedge von den Linken stieß auf ihren Wahlsieg mit Parteifreunden. Das Wichtigste sei aber, sagte sie, dass die NPD nicht in den Landtag einziehen wird. "Das ist ein Sieg für die Demokratie."

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