Ein Organisationstalent ist Heidi Zander. Seit 2002 engagiert sich die Schönebeckerin im Kirchbauverein St. Johannis. Drückt irgendwo der Schuh, ist die Schönebeckerin sogleich helfend zur Stelle. Das ist spitze, findet die Volksstimme. Deshalb ist Heidi Zander einer der sechs Kandidaten, die in der Volksstimme-Aktion "Du bist spitze!" zur Wahl stehen. Die Leser können für die Schönebeckerin abstimmen.

Schönebeck. Ein Schmuckstück ist er der Sakralbau im Herzen Bad Salzelmens. Ein Hingucker, der den gesamten Stadtteil überragt. Die St.-Johanniskirche unweit des altehrwürdigen Kreismuseums hat was. Das Gotteshaus hat Ausstrahlung. Dass das nicht immer so war, daran können sich eingesessene Schönebecker noch gut erinnern. Mitte der 1980er Jahre glich der Bau einer Ruine. Manch einer wollte die Johanniskirche gar ganz aufgeben. Doch der Kirchbauverein, der sich seit nunmehr 30 Jahren hier engagiert, hat das Gotteshaus gerettet. Nicht nur das, heute ist die Johanniskirche ein beliebter Veranstaltungsort. Bis dahin war es aber ein langer Weg, den die Ehrenamtlichen gehen mussten. Seit 2002 erhalten sie große Unterstützung von Heidi Zander.

"Ich will nicht berühmt werden. Mir macht es einfach Spaß", begründet Heidi Zander ihren unermüdlichen Einsatz für den Kirchbauverein und den Salzelmener Sakralbau. "Mir geht es um die Kirche an sich", erklärt sie. Etwas kursios mag da erscheinen, dass Heidi Zander nicht einmal der Johannisgemeinde angehört, wie sie eher beiläufig erwähnt. "Ich setze mich so wie meine Vereinskollegen für den Erhalt und die Verschönerung der Kirche ein", erklärt Heidi Zander, die sich seit 2005 zudem im Vorstand engagiert. Für die Schönebeckerin sei vor allem das nette Miteinander im Verein ein Pluspunkt. "Es ist ein angenehmes Arbeiten", umschreibt sie. Und dass eine normale Vorstandssitzung schon an die zwei Stunden dauern kann, dazu sagt Heidi Zander schlicht: "Das kann man ruhig mal opfern."

Heidi Zander setzt sich aufopferungsvoll für den Kirchbauverein St. Johannis ein. Dabei ist sie zu diesem Ehrenamt eher wie die Jungfrau zum Kinde gekommen, berichtet die 65-Jährige. "Am 1. August 2002 habe ich hauptamtlich im Kirchbauverein angefangen", erinnert sie sich. Als so genannten Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wurde die Schönbeckerin vermittelt. "Innerhalb von drei Jahren habe ich das Büro des Vereins aufgebaut", berichtet die 65-Jährige. "Vorher hatte jeder ein bisschen was bei sich gehabt", fasst Heidi Zander das kleine Durcheinander zusammen, das zuvor beim Kirchbauverein geherrscht haben muss. Ordnung hat schließlich sie hineingebracht. Noch gut erinnert sie sich an ihre Vorstellungsgespräch, genauer gesagt den Anruf danach. "Ich habe mich für Sie entschieden", habe der Vereinsvorsitzende Michael Feldbach damals zu ihr gesagt und sofort den Zusatz hinzugeschoben: "Nehmen Sie sich aber noch zwei Tage Urlaub, denn wir haben noch keinen Schreibtisch für Sie", plaudert Heidi Zander aus dem Nähkästchen.

Als die ABM-Stelle zu Ende ging, hatte die engagierte Schönebeckerin längst Blut geleckt. "Ich wollte die Verbindung zu dem Verein trotzdem halten", berichtet Heidi Zander. Mit Beginn ihrer ABM war sie 2002 gleichwohl in den Verein eingetreten. 2005, mit der eigentlichen Trennung, wurde sie in den Vorstand gewählt. In dieser Position verwaltet sie die Kasse, macht die Abrechnung, bereitet die monatlichen Vorstandssitzungen vor und organisiert die vereinseigenen Veranstaltungen.

"Wir haben viele regelmäßige Feste", sagt die 65-Jährige. Das sind einmal die internen Vereins-Busfahrten genauso wie die Konzerte in der Kirche oder das jährliche Wintervergnügen. Vor allem die Absprachen im Vorfeld seien zeitaufwendig, weiß die Schönebeckerin.

Nicht nur im Hintergrund ist die herzliche Dame im Einsatz. "Mit meinem Mann bin ich auch am Kuchenstand vertreten, wenn der Flohmarkt ringsum die Johannis-Kirche Leute anlockt", berichtet Heidi Zander. Und weil ihr Ehemann sowieso gern andere verköstigt, ist das Paar Zander auch für die kulinarische Versorgung bei den Vorstandssitzungen verantwortlich.

Ihre Nominierung bei der Volksstimme-Aktion "Du bist spitze!" sieht Heidi Zander als eine Ehrung des Engagements im Verein insgesamt. "Allein geht nichts", stellt Heidi Zander klar. In diesem Jahr geht sie in den Ruhestand. "Dann werde ich mich noch intensiver für den Verein einsetzen", kündigt sie an. Vielleicht wird sie dann wieder das Büro besetzen, genaue Pläne hat die 65-Jährige noch nicht geschmiedet.

Heidi Zander und auch alle Kandidaten haben zweifellos den Titel "Du bist spitze!" verdient. Nur einer kann sich die Krone aufsetzen. Den Sieger bestimmen allein die Volksstimme-Leser. Die Coupons können in der Volksstimme-Redaktion, Wilhelm-Hellge-Straße 71 in 39218 Schönebeck, abgegeben werden. Oder stimmen Sie im Internet ab:

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