Am 10. April 1981 eröffnete am Markt die Heimatstube ihre Türen. Nach einem wahren Kraftakt wurden dafür verkommene Wohnungen über der ältesten Gaststätte der Rolandstadt hergerichtet. Rückblickend kann man einschätzen, dass seitdem gut 60 Bürger der Stadt am Aufbau und an der Entwicklung der Heimatstube Anteil haben. Für die 1075-Jahr-Feier ist eine Sonderausstellung in Planung.

Calbe. Was heute kaum noch vorstellbar ist, liegt rund 30 Jahre zurück. "Die Wohnungen über der Gaststätte befanden sich in einem erbärmlichen Zustand. Türen und Fenster waren kaputt, von den Wänden fiel teilweise der Putz", berichtet Uwe Klamm, Vorsitzender des Heimatvereins. Aus stinkenden Räumen musste viel Dreck weggeschafft werden, allein 40 Säcke Taubendreck, wie sich Hanns Schwachenwalde erinnert. Im Weiteren begannen Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Heimatgeschichte (Aufbauleitung) in der ersten Ausbaustufe eine Küche, einen Ausstellungsraum, einen Gästeraum und ein Büro zu errichten. Am 10. April 1981 durchschnitt Bürgermeister Hans-Peter Zunder feierlich ein Band, als die Urheimatstube offiziell eingeweiht wurde. Bis Juni 1982 wurden die Ausstellungsräume Landwirtschaft, Handwerk und die Kleine Galerie fertiggestellt, in insgesamt 5000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Von Mai 1985 bis Dezember 1997 übernahm die Interessengemeinschaft Heimatstube Calbe e.V. die Geschicke des Hauses. Ab 1998 übernahm der Heimatverein die Nutzung der Heimatstube. In den Jahren 2002/2003 wurde die Ausstellungsfläche auf 200 Quadratmeter erweitert. Seitdem blickt die Heimatstube auf unzählige Ausstellungen, Veranstaltungen und über 61500 interessierte Besucher. Eine große Sonderausstellung widmet sich drei großen Jubiläen der Rolandstadt. Allen voran die 1075-Jahr-Feier, 60 Jahre erster Roheisenabstich und der 30. Geburtstag der Heimatstube. Diese Ausstellung wird mit einem Empfang am 3. Juni eröffnet. Dazu sind alle Mitstreiter von damals und heute sowie die Mitglieder der IG Niederschachtofenwerk und interessierte Bürger herzlich eingeladen. Wer noch seltene Gegenstände (Fotos, Dokumente) leihweise für die Ausstellung zur Verfügung stellen kann, sollte sich in der Heimatstube melden.

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