Mit Herzblut setzt sich Trixi Ziener für "ihre" Kinder ein. Seit 1997 leitet die Schöne- beckerin den Jugendclub "Young Generation". Das ist spitze, findet die Volksstimme. Deshalb ist sie einer der sechs Kandidaten, die in der Volksstimme-Aktion "Du bist spitze!" zur Wahl stehen. Die Leser können für Trixi Ziener abstimmen.

Schönebeck.Spritzig, jugendlich, erfrischend - mit vielen Worten kann man Trixi Ziener beschreiben, und trotzdem wird man der 40-Jährigen bei weitem nicht gerecht. Beeindruckender als ihr Wesen und ihr Charakter ist vor allem ihr Engagement. Seit 1997 leitet die gelernte Heimerzieherin den Jugendclub "Young Generation". Mit viel Hingabe hat sie in dem heute noch als Ghetto verschrieenen Viertel "Straße der Jugend" eine kleine Oase geschaffen, in der sich Kinder und Jugendliche zwischen zwei und 20 Jahren pudelwohl fühlen.

Gemütlich ist es im Jugendclub "Young Generation". "Es sieht dort aus wie bei mir zuhause", verrät sie. Schließlich sei doch glasklar: "Ich will mich wohlfühlen, aber auch die Kinder sollen hier gern sein." Reichlich jugendliche Subkultur sei ihrer Meinung nach in die Gestaltung des Clubs geflossen. "Wir haben immer wenige Mittel zur Verfügung gehabt", erinnert sich Trixi Ziener. Vor allem Eltern und Großeltern haben in den zurückliegenden Jahren mit Sachspenden ausgeholfen. Hier ein Sofa, da ein Schränkchen.

Doch nur, weil die Dinge geschenkt sind, sollen sie nicht selbstverständlich für die Kinder und Jugendlichen sein. Der Wert jedes einzelnen Einrichtungsgegenstandes soll geschätzt werden. Schon allein deshalb "machen wir regelmäßig Arbeitseinsätze", erklärt Trixi Ziener, die den pädagogischen Aspekt nicht nur in dieser Beziehung ganz groß schreibt. "Mir geht es um die Wertevermittlung", stellt sie klar. Nichts von wegen: Nur Kaffetrinken und Halli Galli im Jugendclub.

"Anfangs sind die Leute in den Club gekommen, ohne ¿Guten Tag\' zu sagen", nennt Trixi ein simples Beispiel, an dem sie tagtäglich arbeitet. "Die Werte von zuhause brechen immer mehr weg." Für sie gehöre es aber gerade dazu, die Kinder und Jugendlichen nicht einfach nur im Club zu beschäftigen. Dass sie etwas fürs Leben lernen, darum geht es der 40-Jährigen. Da gehört das Knopf an eine Hose Annähen genauso dazu wie das gemeinsame Kochen und dazugehörige Abwaschen im Nachgang. Damit kommt sie selbst bei den Jungs an. "Denen sag\' ich immer, dass sie mit einem selbstgekochten Essen bei den Mädchen punkten können", verrät sie einen ihrer Tricks im Umgang mit "ihren" Kindern.

Dass sie in ihrer Arbeit vor allem Durchhaltevermögen an den Tag legen muss, damit hält die engagierte Schönebeckerin nicht hinterm Berg. "Ich kapituliere ganz selten", charakterisiert sie sich. Bis heute hat die Jugendclubleiterin mehr als 1000 Kinder betreut. "Der Kontakt bricht nie ab", freut sich Trixi Ziener. "Ich muss meine Kinder zwar irgendwann abgeben, aber die kommen wieder", ist sie überzeugt und fügt freudestrahlend hinzu: "Manche kommen auch mit ihren inzwischen eigenen Kindern zu mir."

Dass man im Bereich der Jugendarbeit nicht unbedingt reich wird, ist Trixi Ziener im Übrigen egal. "Ich bekomme von den Kids so viele schöne Feedbacks, das ist viel mehr wert", erklärt sie schlicht das, wofür sie sich mit vollem Herzblut immer wieder auf ein Neues einsetzt. Besonders viel Engagement investiert sie dabei auch in die Akquise von Sponsoren. Ob Einrichtungsgegenstände oder Geld für kleine Ausflüge, die Clubleiterin hat sich über die Jahre ein dichtes Netzwerk gestrickt. Das mündet auch darin, dass sie ihren Kindern Konzert- und Theaterbesuche ermöglicht, die diese sonst nie erleben könnten. Ob die Musikgruppe "Unheilig" oder der Puppenspieler René Marik, "diese kulturellen Ausflüge sind für die Kinder auch eine Auszeichnung", weiß die Clubleiterin.

Trixi Ziener und auch alle Kandidaten haben zweifellos den Titel "Du bist spitze!" verdient. Nur einer kann sich die Krone aufsetzen. Den Sieger bestimmen allein die Volksstimme-Leser. Die Coupons können in der Volksstimme-Redaktion, Wilhelm-Hellge-Straße 71 in 39218 Schönebeck, abgegeben werden. Oder stimmen Sie im Internet ab:

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