Der Marktplatz soll in wenigen Monaten optisch aufgewertet werden. Dazu möchte E.on Avacon das Rathaus samt dem Roland mit dem Installieren moderner Leuchtsysteme in den Abendstunden illuminieren. Eine Maßnahme, die unter Marketinggesichtspunkten sowohl die Rolandstadt als auch den Stromversorger in ein gutes Licht rückt.

Calbe. Zweifelsfrei gehört das Rathaus inmitten des historischen Marktensembles am Saalebogen zu den architektonisch repräsentativen Gebäuden in Calbe. 1876 entschlossen sich die Stadtväter nach einem verheerenden Brand im Rathaus zu einem Neubau im Stil der Neorenaissance, der 1878 fertig gestellt worden war.

Stilmerkmale sollen angeleuchtet werden

Kennzeichnend für diese architektonische Stilform sind im Rückgriff auf die Renaissance bauliche Schmuckformen wie beispielsweise der Rundbogen, wie er über den Fenstern des Rathaussaales sichtbar wird. Ein Gesims, wie es vom Dach des Rathauses hervorragt, dient als horizontales Gliederungselement. Zudem entsprechen die sogenannten Pilaster, im Mauerverbund eingearbeitete Teilpfeiler an der Fassade, den klassischen Säulenordnungen.

Diese Merkmale sollen bei einsetzender Dunkelheit künftig stärker in Szene gesetzt werden. Am steinernen Roland als Wahrzeichen der Stadt gehen zudem zusätzliche Lichter an.

"Das Zentrum der Stadt wird im Zusammenspiel mit der historischen Gaststätte des Braunen Hirsch, der Restauration 21 und dem Blick zur Stephani-Kirche optisch aufgewertet", meint Bürgermeister Dieter Tischmeyer. "Das sorgt in den Abendstunden für ein ansprechendes Umfeld und angenehme Atmosphäre."

Die Stadt kostet es keinen einzigen Cent

Ermöglicht wird die Erhellung durch ein Angebot des Energieversorgers E.on Avacon, der sich bereits in zahlreichen bundesdeutschen Städten für die Illumination von öffentlichen Gebäuden verantwortlich zeichnet, beispielsweise des Wasserturms im niedersächsischen Lehrte.

Eine Fachfirma wird vor dem Calbenser Rathaus moderne Leuchtsysteme installieren, die einen minimalen Stromverbrauch aufweisen. Die Leuchten, die lediglich wenige Watt verbrauchen und eine längere Lebensdauer haben als althergebrachte Modelle, werden im Boden eingelassen oder an bestehenden Laternen auf dem Markt installiert und ab Herbst auf ausgewählte Punkte des Gebäudes und der Rolandfigur ausgerichtet. "Die Stadt wird die Beleuchtung keinen einzigen Cent kosten", erklärt Tischmeyer mit Blick auf den maroden Stadthaushalt.

Die jährlichen Stromkosten von rund 175 Euro übernimmt der Energieversorger. Somit hat die Illumination in Calbes Zentrum drei Gewinner. Zum einen die Rolandstadt, die eines ihrer schönsten Gebäude und den Roland in Szene setzen kann, das Unternehmen E.on Avacon, das eine Marketingmaßnahme erfolgreich umsetzt, sowie die Calbenser und die Besucher der Stadt, die sich in den Abendstunden an der Illumination erfreuen können.

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