Die Frohser Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ehrten ihren ehemaligen Ortswehrleiter Helmut Backhaus zu seinem 60. Dienstjubiläum mit einer großen Überraschung: Von den Kameraden abgeholt, marschierte er in Begleitung des Schalmeienorchesters Großmühlingen durch die Straßen von Frohse zum Depot, für dessen Umbau er sich jahrelang eingesetzt hatte.

Frohse . Viele Fenster und Türen haben sich am Donnerstagabend in Frohse geöffnet. Neugierige Gesichter blickten erheitert auf das kleine Schauspiel, das sich bot. Unüberhörbar marschierte das Schalmeienorchester Groß- mühlingen, unter der Leitung von Jeannine Dahlke, durch die Straßen. Unübersehbar flankiert von Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr des Stadtteiles. Ziel der festlichen Abordnung war das Haus von Helmut Backhaus. Der ehemalige Ortswehrleiter war auf den Tag genau vor 60 Jahren in die Freiwillige Feuerwehr eingetreten. Eine ehrenvolle Gratulation zum Dienstjubiläum ließen sich seine Kameraden nicht nehmen. Es war eine Überraschung für den Jubilar. Alle hatten dicht gehalten, eingenommen seine bessere Hälfte Liselotte. Sie ist ebenfalls seit vielen Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv.

"Du Helmut, hast die Feuerwehr geformt, hast Höhen und Tiefen ausgeglichen"

Vom Wohnhaus ging es dann gemeinsam zum Depot am Reuterplatz. Den Umbau des Hauses für Feuerwehrzwecke hatte Helmut Backhaus übrigens in seiner aktiven Zeit als Feuerwehrchef (von 1966 bis 2002) federführend begleitet. Sein Nachfolger im Amt, Ralf Zimmermann, betonte in einer kurzen und sehr herzlichen Ansprache: "Du, lieber Helmut, hast die Feuerwehr in Frohse geformt. Du hast Höhen und Tiefen ausgeglichen."

Der am 4. März 1937 in Frohse geborene Backhaus war 36 Jahre Leiter der Ortsteilwehr. Einen Namen gemacht hatte er sich bei den Kameraden landauf und landab als Landeskampfrichter im Feuerwehrsport. Der einstige Obermeister im Magdeburger Betrieb Fahlberg-List ist Träger mehrerer Auszeichnungen, darunter das goldene Ehrenabzeichens am Ban- de des Landes Sachsen-An- halt.

Dem Vater von drei Töchtern war die emotionale Bewegung anzumerken, die der freundliche Empfang in ihm auslöste. Er sagte, sich bei allen Anwesenden bedankend: "Ich wünsche Heimatverein und freiwilliger Feuerwehr alles Gute für die Zukunft." Sein Appell war auf das Wohl des ältesten Schönebecker Stadtteiles ausgerichtet: "Wichtig ist, dass Ihr Euch zusammenrauft." Und das Schalmeienorchester spielte in tadelloser Manier den Titel "Über sieben Brücken musst du gehn."

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