Schönebeck. In lächelnde und erfreute Gesichter haben Jens Schünemann und Bernd Schreiber geschaut, als sie die Übergabe einer stolzen Spendensumme an den Allgemeinen Behindertenverband Sachsen-Anhalt (ABiSA) verkündeten. Die Herren sind Betriebsleiter von zwei Schönebecker Unternehmen in der Barbyer Straße. Sowohl die Maschinenbau GmbH als auch die Fahrzeugbau GmbH sind Betriebe, die unter dem Dach der TM Group zusammengeschlossen sind.

Anlässlich des fünften Geburtstages der Schönebecker Maschinenbau GmbH hatte die Belegschaft gemeinsam mit der benachbarten Fahrzeugbau GmbH kürzlich zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Die Resonanz war riesig, Schünemann und Schreiber gehen von bis zu 800 Besuchern aus. Dieses Interesse an den Nachfolgebetrieben des einstigen Schönebecker Traktorenwerkes kommt nun dem ABiSA mit Sitz in Schönebeck zugute.

"Das Geld, das wir während des Tages der offenen Tür für Speisen und Getränke einnahmen, haben wir aufgerundet. Die Summe von 1000 Euro haben wir dem ABiSA als Spende überwiesen", sagte Bernd Schreiber vor Besuchern des Hauses Luise in der Moskauer Straße. Sein Kollege Jens Schünemann dankte bei dieser Gelegenheit allen, "die etwas gegessen und getrunken haben". Es war zum eigenen leiblichen Wohle und für einen guten Zweck. Er wie auch Bernd Schreiber sind überzeugt, dass der ehrenamtliche Geschäftsführer des ABiSA, Frank Schiwek, sehr gut weiß, wie er das Geld am besten verwenden kann. Im Gespräch mit Schiwek und dessen langjährigem Mitstreiter Hermann Srb ging es dann unter anderem um das Junkers-Treffen, das seit vielen Jahren im Haus Luise ausgerichtet wird. Die Firma Junkers war der Vorgängerbetrieb des Traktorenwerkes.

Frank Schiwek sprach auch die von ihm initiierten "Stuhlpatenschaften" für den ABiSA an. Mit Hilfe von Sponsoren aus der Bevölkerung soll, nach deutlichen Leistungseinschränkungen durch die ehemalige Kommunale Beschäftigungsagentur (Volksstimme berichtete), das Niveau in der Begegnungsstätte des ABiSA gehalten werden. Es sind noch Stuhlpatenschaften zu vergeben, ließ Schiwek bei der Gelegenheit wissen.