Die Kindertagesstätte Elbespatzen sowie der Hort stellten zur Sitzung des Bildungsausschusses ihre angepassten Bildungskonzepte vor. Bildung elementar heißt die neue Devise.

Barby. Bildung bei Kindern beginnt nicht erst in der Schule, sondern bereits im Kindergarten. Schon dort wollen Kinder viel wissen und lernen.

Damit das auch gelingt, geben sich die Einrichtungen ein eigenes Bildungsprogramm. So erstattete die Leiterin der Kindertagesstätte Elbespatzen am Dienstagabend den Stadträten Bericht darüber, wie in der Einrichtung der Bildungsauftrag umgesetzt wird.

In sechs Punkte gliedert sich das Bildungsprogramm. So beschäftigen sich die Kinder mit der Gesundheit und der Bewegung ebenso wie mit der Kommunikation und der Sprache sowie sozialen und kulturellen Grunderfahrungen. Ästhetik und Kreativität werden außerdem gefördert. Immer wieder geht es aber auch um mathematische Grunderfahrungen für den späteren Schulbeginn sowie das Sammeln von Erkenntnissen in naturwissenschaftlichen Bereichen.

Mit einfachen Mitteln führen die Erzieherinnen die Kinder an die Themen heran, sagte die Leiterin der Elbespatzen, Iris Jacob. Ganz wichtig sei für die Einrichtung schon lange beispielsweise die gesunde Ernährung. Hier werde immer wieder Wert darauf gelegt, dass die Kinder ein ausgewogenes Essen bekommen.

In Gesprächen vertiefen die Erzieherinnen bei den Kleinen außerdem die Einstellung zu gesunden Lebensmitteln, erklärte sie. Die Ausschussmitglieder fragten anschließend gezielt nach, ob die Einrichtung den Kindern auch vermittle, dass Bürger ihren Müll nicht einfach in der Stadt wegwerfen dürfen. Im Alltag werde darauf aufmerksam gemacht, sagte Iris Jacob. Viele Kinder hätten beispielsweise bei Müll eine Sensibilität aufgebaut und sprechen die Erzieherinnen bei entdeckten Verunreinigungen an. Wichtig sei es aber für die Erzieherinnen und die Eltern, den Kindern ein Vorbild zu sein. Das sei unabdingbar, betonte sie.

Mit der Bildung beschäftigt sich ebenso der Hort, erklärte anschließend Hortleiterin Sabine Ollenhauer. Das Bildungskonzept der Einrichtung werde an die aktuelle Gesetzeslage angepasst. Einen wichtigen Raum in der täglichen Arbeit nehmen die Hausaufgaben ein, schilderte sie aus dem Alltag. Abweichend von den Empfehlungen räume der Hort den Kindern dafür mehr Zeit ein. Bislang habe die Einrichtung damit durchweg gute Erfahrungen gemacht.

Allerdings soll die Freizeit nach der Schule nicht nur aus Hausaufgaben bestehen. Die Kinder sollen hier vor allem ihren persönlichen Neigungen nachgehen können. Dafür will der Hort Freiräume und Angebote bieten.

So richte sich das tägliche Angebot nach den Wünschen der Kinder. Längst nicht immer können die Hortnerinnen allerdings alle Wünsche umsetzen oder ihre Planungen verwirklichen. Das hänge davon ab, wie sehr die Kinder in der Schule beansprucht wurden, schilderte sie weiter.

Ein Dauerbrenner ist für den Hort die Sanierung des Hortgebäudes. Noch immer ist das Bauvorhaben nicht abgeschlossen, klagte Sabine Ollenhauer. Auf Nachfrage räumte sie außerdem ein, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Hort und der Grundschule verbesserungswürdig sei. Nicht immer funktioniere hier die Zusammenarbeit reibungslos, erklärte sie weiter.

Mit dem abgeschlossenen Hortumbau werde sich allerdings die räumliche Situation entspannen, hofft Sabine Ollenhauer. Wann dies allerdings konkret sein werde, sei immer noch offen. So sei die Lieferung der vorgeschriebenen Fluchttreppe erst für den September geplant, schilderte sie. Die Mitglieder des Bildungsausschusses äußerten ihren Unmut über die Bauverzögerungen. Die Verwaltung solle hier die Lieferanten schneller anmahnen und zur Umsetzung der Bauleistungen drängen, hieß es aus dem Ausschuss.