Am kommenden Sonntag wird die Johanniskirche um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst wieder eingeweiht. Dem waren monatelange Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten vorausgegangen.

Von Thomas Linßner

Barby. Musikalisch wird das freudige Ereignis vom gemischten Kirchenchor begleitet, den Kirchenmusikdirektorin Beate Besser leitet. Die Arbeiten umfassen einen Finanzaufwand von rund 200000 Euro. Hauptbestandteil der Sanierung waren die Erneuerung des Innenputzes sowie die Freilegung der Decken- und Wandmalereien.

Die Balkendecke war in den 1930er Jahren mit grauer Leimfarbe überstrichen worden und ließ sich relativ gut säubern. Darunter fand man mehrfarbige Schablonenmalereien, wie sie vor 120 Jahren Mode waren. Bei einer Sanierung wurden Ende des 19. Jahrhunderts auch sogenannte Teppichmuster auf die Wände gemalt, die jedoch nicht wieder zu Ehren kamen. Die Übermusterung entsprach dem damaligen Zeitgeschmack. Ihr Nachteil war, dass die wertvollen Epitaphe zu "Suchbildern" wurden.

St. Johannis erstrahlt in einem verhaltenen Beige-Farbton, der mit dem dunklen Eichengestühl und der Balkendecke harmoniert. Die Grabsteine aus Romanik, Gotik und Renaissance kommen sehr gut zur Wirkung.

Beleuchtungs- und Tonanlage sind neu

Auch die alte, elektrische Bankheizung der ersten zehn Reihen wurde modernisiert. Neue Lampen erhellen fortan das Kirchenschiff. Sie sind dimmbar und in mehreren Gruppen geschaltet. Die schlichten und modernen Leuchtkörper wurden überall dort installiert, wo Licht zu unterschiedlichen Anlässen benötigt wird: unter der Orgelempore, über dem Gestühl, vor dem Altar. Der Kirchbauverein hatte dafür eine Sammlung organisiert und die Lichttechnik finanziert. Eine weitere technische Neuerung ist die dezent installierte Tonanlage, die Sprechern von verschiedenen Stellen der Kirche aus Gehör verschaffen wird.