Wasserproblem

Landrat Gerstner erweitert Arbeitsrunde

Bernburg/Schönebeck/Barby/Calbe/Bördeland (dw). Vertreter der Städte Schönebeck, Barby, Calbe und der Einheitsgemeinde Bördeland werden Ende Mai erstmals zusammen an einem Tisch sitzen, um die Wasserproblematik in der Region zu erörtern. Das hat Landrat Ulrich Gerstner entschieden. Der Kreischef will in Folge verschiedener Gespräche so die Wasser-Gesprächsrunde zum Elbe-Saale-Winkel breiter aufstellen. "Bei dem Treffen Ende des Monats wird es darum gehen, die Diskrepanzen derer untereinander auszuräumen, die durch das Wasserproblem regional miteinander verbunden sind", sagte Landrat Ulrich Gerstner auf Volksstimme-Nachfrage. Alle Vertreter der Kommunen sollten auf den gleichen Informationsstand gebracht werden.

Der Kreischef erinnerte daran, dass der Salzlandkreis derzeit in vier der insgesamt sieben Arbeitsgruppen des Landes Sachsen-Anhalt zur Wasserproblematik mitwirke. Diese sieben Arbeitsgruppen orientieren sich an den Flussbereichen des Landes. Im Salzlandkreis fließen Flüsse zusammen, die zu den Flussbereichen Halberstadt, Schönebeck, Merseburg und Sangerhausen gehören. Daher die Teilnahme an den verschiedenen Arbeitsgruppen. Das Pilotprojekt "Vernässung im bebauten Bereich" in Schönebeck läuft zusätzlich zu den sieben benannten Arbeitsgruppen.

Bisher hatte es Streit zwischen dem Schönebecker Oberbürgermeister und dem Barbyer Bürgermeister um die gemeinsame Zusammenarbeit in den Gruppen gegeben. Die Stadt Barby wirkte in keiner der Gruppen direkt mit. Andere Kommunen wie Calbe mit Problemen am Hänsgenhoch oder Bördeland ebenso nicht.

Das soll sich auf Initiative des Kreises nun ändern: In Auswertung einer Gesprächsrunde im Flussbereich Schönebeck ist der Landkreis gebeten worden, für spezifische Probleme gesonderte Gesprächskreise einzurichten. Diese betreffen die Bereiche Elbe-Saale-Winkel, Calbe sowie Taube-Landgraben - nun mit allen entsprechenden Städten und Gemeinden.

Der Landrat bezog auch kurz Stellung zu kursierenden Auffassungen, dass es im Land bereits Fördertöpfe für die Wasserproblematik gebe. "Da ist bisher noch kein Geld eingestellt", so der Kreischef. Ähnliche Aussagen sagte bereits auch Jürgen Stadelmann, Staatssekretär im Landwirtschafts- und Umweltministerium Sachsen-Anhalt, in einer Arbeitsgruppe in Schönebeck. Das Land kündigte allerdings weitere Vor-Ort-Gruppen an.