Mitte April steckten in den Briefkästen der Einheitsgemeinde Barby "Fragebögen zur Auswertung der Grundwasserproblematik". Die Stadt will von den Bürger wissen, inwieweit ihre Gebäude betroffen sind.

Barby. Mit dieser Resonanz hätten die zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung nicht gerechnet. Gestern stapelten sich im Bauamt mehrere Kartons mit ausgefüllten Bögen. Ein Indiz dafür, wie sehr den Bürgern das Thema Grundwasser unter den Nägeln brennt.

Die genaue Zahl der zurückgekehrten Fragebögen steht noch nicht fest, die Mitarbeiter der Verwaltung sind noch bei der Auswertung.

Die Aktion lief offiziell unter der Überschrift "Fragebogen zum Zwecke der Auswertung der nach wie vor existierenden Grundwasserproblematik".

Das von Bürgermeister Jens Strube unterzeichnete Papier macht deutlich: " ... alle Stadt- und Ortschaftsräte als auch die Stadtverwaltung sind sich grundsätzlich darin einig, dass die seit Monaten bestehenden, örtlich sicher auch unterschiedlichen Oberflächen- und Grundwasserverhältnisse, nicht in Vergessenheit geraten dürfen und deshalb auch unbedingt dokumentiert werden sollten".

"Die Bögen waren wegen ihrer speziellen Ausrichtung schwer zu handhaben"

Mitte März hatte die Landesverwaltung bereits allen Bürgern Erfassungsbögen über die Medien bekannt gemacht. Diese fanden aber nur geringe Resonanz. "Die Bögen waren sicherlich wegen ihrer sehr speziellen Ausrichtung und Komplexität von den Angesprochenen schwer zu handhaben", vermutet Jens Strube. Zudem habe nicht jeder einen Internet-Anschluss, mit dessen Hilfe man diese Bögen herunterladen und ausfüllen könne.

Die Stadt Barby hatte mit einigem Aufwand ihre Schularbeiten gemacht, in dem sie das dreiseitige Fragen-Papier vervielfältige und allen 5379 Haushalten der Einheitsgemeinde zustellte.

"Ich wende mich deshalb mit der Bitte an Sie, die Stadt Barby bei der Erfassung und Aufarbeitung der zurückliegenden und nach wie vor bestehenden Grundwasserproblematik zu unterstützen", schreibt Strube darin. Die Rede ist davon, dass sich die Stadt "noch stärker in den Prozess der Analyse und Überwindung der Grundwasserprobleme 2010/11 in den zuständigen Gremien des Landes einbringen" wird.

In den nächsten Wochen wollen Mitarbeiter des Bauamtes die Fragebögen auswerten. Das Ergebnis wird Bestandteil der "Grundwasserarbeit" sein und vor allem aufzeigen, wo die Schwerpunkte im bewohnten Raum liegen.