Schönebeck (es). Die Erfassung von grundwasserbezogenen Angaben mittels Fragebögen der Arbeitsgruppe Grundwasser hat laut Auskunft der Stadt unter betroffenen Bürgern beziehungsweise Familien eine große Resonanz erfahren. Am 30. April wurde die Erfassung abgeschlossen. Mehr als 400 ausgefüllte Bögen wurden abgegeben beziehungsweise zurückgeschickt, sagte Hans-Heiner Mähnz in der jüngsten AG-Sitzung in der vergangenen Woche. Diese befinden sich nun unter Nutzung von Spezialsoftware wie einer Straßendatenbank in der Auswertung. Die Ergebnisse werden, sobald sie vorliegen, zeitnah veröffentlicht.

Oberbürgermeister Hans-Jürgen Haase teilte mit, dass die Bemühungen, in Zusammenarbeit mit dem Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt zu Lösungsansätzen als mögliche Beiträge zur Bewältigung des Grundwasserproblems zu kommen, kontinuierlich fortgesetzt würden. Im Blick sei hier die vorgesehene Gewässerneuordnung im Kontext zur Ortsumgehung der B 246a. So könnte beispielsweise im Rahmen einer möglichen Gräbenneuordnung auch über ein Siel beziehungsweise Schöpfwerk in Richtung Elbe nachgedacht werden.

Die Arbeitsgruppe erörterte auch den Stand der Vorbereitungen des vorgesehenen Wallbaus entlang der Paul-Illhardt-Straße und der Straße Am Anger in Felgeleben. So konnten die Vermessungsarbeiten jetzt abgeschlossen werden. Der Wall soll demnach etwa 1250 Meter lang, 2,20 Meter breit und im Wesentlichen 50 Zentimeter hoch werden, jedoch partiell in seiner Beschaffenheit den Höhenverhältnissen des Geländes angepasst werden. Zeitnah soll auch ein Kostenvoranschlag für die Maßnahme erarbeitet werden. Die technischen Vorbereitungen laufen. Zu Fragen der Finanzierung und Umsetzung werden die betroffenen Grundstückseigentümer kontak- tiert.

Einen neuen Aspekt gibt es hinsichtlich der durch die Arbeitsgruppe festgelegten Einzelmaßnahmen. Wie bereits berichtet, musste die Durchführung des testweisen Messprogramms und das versuchte Abpumpen von Grundwasser unter Nutzung eines alten Brunnens auf dem Gelände am Bahnhof Felgeleben aus technischen Gründen abgebrochen werden. An dieser Stelle soll nun geprüft werden, inwieweit diese ältere Anlage als möglicher Notbrunnen zur Wasserversorgung in Katastrophenfällen genutzt werden kann. So könne vielleicht aus der Not noch eine kleine Tugend gemacht werden. In Auswertung befindet sich indessen die erste Maßnahme der Einbringung von Filterlanzen an der Fliederstraße/Wiener Platz.