"Gut\' Ding will Weile haben", sagt ein Spruch. Das gilt wohl auch für den Schulhof der Grundschule "Ludwig Schneider". Lange Zeit war der Pausenbereich unspektakulär und wirkte öde. Jetzt aber laufen Arbeiten, die den alten Schulhof gestalterisch deutlich aufwerten. Entstehen soll eine Fläche, die die Kinder zum Spielen und zum Entdecken anregt. Wahrscheinlich werden die Arbeiten bis zu den Sommerferien andauern.

Bad Salzelmen. Das helle Kinderlachen auf dem Schulhof der Ludwig-Schneider-Schule wird derzeit durch leichten Baulärm unterbrochen. Seit einigen Tagen nämlich geben sich auf dem Areal die Arbeiter die Schaufel in die Hand. Der Grund: Der Schulhof und der so genannte Hortbereich werden erneuert.

"Die Arbeiten können noch bis in die Sommerferien hinein andauern", sagt in einem Gespräch der Mitarbeiter des Hochbauamtes der Stadtverwaltung Schönebeck, Frank Wedler. Die Arbeiten dort sind dringend notwendig und wurden in den vergangenen Jahren immer wieder auf Eis gelegt. Um Kosten zu sparen, werden zahlreiche vorhandene Elemente des Schulhofes integriert. Dazu gehören große und gesunde Bäume ebenso wie der Bereich des gepflasterten Schulhofes. "Alles andere fassen wir an", so Wedler.

So ist unter anderem schon der kleine Bolzplatz an der Turnhalle befestigt worden. In Blickrichtung zum benachbarten Einkaufsmarkt wurden Erdhügel aufgeschoben, die dieser Tage begrünt werden: Es wird Rasensaat ausgetragen. Auf Wunsch der Schule wird ein kleiner flacher Graben auf dem Schulhof angelegt, der das Regenwasser auffangen und die Kinder zum Entdecken anregen soll.

Damit die Mädchen und Jungen sich nach den oftmals anstrengenden Schulstunden auch im Freien an frischer Luft erholen können, werden auf dem Schulhof Hochbeet und Sitzeinfassungen angeschafft. Außerdem bekommt der Schulhof eine neue Spiellandschaft.

Im seitlichen Bereich, der oft vom Hort genutzt wird, entsteht eine Art "Grünes Klassenzimmer". Kreisförmig werden dort eine grüne Oase und gleich daneben noch ein Sandkasten angelegt. "Die Kosten belaufen sich ingesamt auf rund 60000 Euro", so die Stadtverwaltung zur Volksstimme. Fördermittel gibt es für dieses Bauprojekt nicht, es wird komplett aus dem Stadthaushalt gestemmt.

Neben der Sporthalle wurde im vergangenen Jahr bereits eine Laufbahn angelegt. "Mehr ist in diesem Bereich derzeit nicht zu erwarten", so Wedler. Die Turnhalle befindet sich seinen Aussagen nach in einem "normalen Zustand". Eine komplette Sanierung des Gebäudes ist aus Kostengründen derzeit nicht möglich. Die Stadt sagte aber zu, dass es kleine Erneuerungsarbeiten geben wird, die über den städtischen Bauhof laufen sollen.