Tornitz (tli). "Unkräuter" sind die Todfeinde des Landmanns. Je länger man damit wartet, die unerwünschten Pflanzen zu entfernen, desto schwieriger wird es. Die meist einjährigen Samenunkräuter vermehren sich ungeheuer schnell. Eine alte Weisheit lautet: Sie dürfen auf keinen Fall blühen. So muss man von März bis in den Oktober hinein mit Unkrauthacke oder Schuffel den unliebsamen Besuchern zu Leibe rücken.

Die Kleinagrarier aus Tornitz benutzten dazu Schuffel auf Rollen, die auf größeren Flächen effektiver sind als Hacken. Eine solche Sammlung befindet sich im Heimathof Tornitz, wo Mitglied Reiner Bunk die handbetätigten Schuffel an die Decke gehängt hat.

Die Mitglieder des 33-köpfigen Heimatvereins sammeln seit Jahren historische Landmaschinen und einfaches Gerät. Die Tornitzer treten immer an den Erntedanktagen im Oktober am öffentlichkeitswirksamsten in Erscheinung. Da haben sich Aufführungsspektakel etabliert, die vom dörflichen Leben inspiriert sind.

Der Heimatverein lässt dann Umzüge mit alter Landtechnik durchs Doppeldorf rollen oder spielt sich bei nachfolgenden Bühnenstücken selbst.

Auch die Heimatstube auf dem Hof zeigt Mobiliar und häusliche Ausstattung aus längst vergangenen Tagen.