Schönebeck/Staßfurt (dw). Die Neuordnung der Sekundarschullandschaft in Schönebeck ist politisch beschlossene Sache.

Die Mitglieder des Kreistages haben bei einer Enthaltung mehrheitlich der Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung des Salzlandkreises für den Zeitraum des Schuljahres 2011/12 zugestimmt.

Kinder am Wohnort beschulen

In der Beschlussvorlage geht es vor allem um die Schließung der Sekundarschule Pablo Neruda in der Elbestadt und den Verbleib der Schüler aus dieser Bildungseinrichtung. Diese sollten in der Sekundarschule Maxim Gorki beschult werden.

Der Stadtrat in Schönebeck hat auf Antrag der SPD-Fraktion im November 2010 eine Änderung herbeigeführt, die mit der neuen Schulentwicklungsplanung im Kreistag jetzt abgesegnet wurde.

Dabei geht es darum, dass den ehemaligen Neruda-Schülern die freie Wahl eingeräumt wird, ob sie in der Maxim-Gorki-Schule oder in der Sekundarschule Am Lerchenfeld lernen möchten. "Ansonsten wäre es in der Gorki-Schule in einigen Jahrgängen zu sehr großen Klassen gekommen, teilweise wäre die Grenze zur Dreizügigkeit knapp unterschritten worden", erklärt René Wölfer, SPD-Fraktionsvorsitzender im Schönebecker Stadtrat und Mitglied des Kreistages. Die Situation in der Lerchenfeld-Schule stellt sich dagegen genau umgekehrt dar. Hier, so René Wölfer, seien sehr kleine Schulklassen prognostiziert.

Die SPD in der Elbestadt und der Schönebecker Stadtrat wollten mit ihrem Beschluss erreichen, dass zwei gleich starke Sekundarschulen in Schönebeck Bestand haben und dass man dem Wunsch von Schülern sowie Eltern entspreche, die Kinder und Jugendlichen wohnortnah zu beschulen.

Das Landesverwaltungsamt konnte diese Ideen mittragen, so dass im Kreistag - der Kreis ist Träger der Sekundarschulen - einem endgültigen Beschluss nichts mehr im Wege stand.

Schulen in Egeln und Hecklingen

Die Verwaltung reichte zur Schulentwicklungsplanung auch eine Mitteilungsvorlage in den Kreistag ein. Die ist als Information gedacht, es gab keine Abstimmung. Interessant war das Papier für die Regionen Egeln und Hecklingen.

Hierin informierte Landrat Ulrich Gerstner, dass die Genehmigung für das Gymnasium Egeln bis 2013/14 vom Landesverwaltungsamt erteilt wurde. Voraussetzung sei aber, dass die Vorgaben der Anfangsklassenbildung erfüllt werden. Mindestens 50 Schülerinnen und Schüler müssen sich für die fünften Klassen melden, so die gesetzlichen Vorgaben.

Neben dem Gymnasium Egeln waren auch die Grundschulen im Bereich der Stadt Hecklingen Thema der Mitteilungsvorlage. Auch wenn sie sich in der Trägerschaft der Kommune befinden, muss ihre Organisation in die Planungen einbezogen werden, rekrutieren sich doch aus ihnen Schüler, die zukünftig am Gymnasium oder an den Sekundar- schulen lernen werden. Außerdem muss das Schulverwaltungsamt im Landesverwaltungsamt alles genehmigen. In Groß Börnecke soll ein Grundschulzentrum entstehen. Die Grundschule in Schneidlingen wird dicht gemacht, die Kinder fahren in den Nachbarort. Geschlossen ist die Schneidlinger Schule seit einem Schaden im Winter. Die Reparatur kann sich die Stadt Hecklingen nicht leisten.