Dr. Gerhard Feige, der Bischof des Bistums Magdeburg, spendete am Sonnabend während einer Heiligen Messe in der Pfarrkirche St. Marien in Schönebeck neun jungen Frauen und Männern das Sakrament der Firmung. Der Gottesdienst wurde vom Jugendchor der Pfarrei St. Norbert und Marien musikalisch gestaltet. Eltern, Verwandte und Freunde begleiteten die jungen Menschen in der Feierstunde, in der sie sich zu ihrem Glauben bekannten.

Schönebeck. "Keiner glaubt für sich allein" - unter dieses Motte stellte Bischof Dr. Gehard Feige seine Predigt und die Firmung in der Pfarrei St. Marien und Norbert Schönebeck. Neun junge Frauen und Männer bekundeten während des Gottesdienstes, dass der christliche Glaube in der Gemeinschaft der katholischen Kirche auf ihrem zukünftigen Lebensweg Inspiration und Instanz sein soll.

Seinen symbolischen Ausdruck fand das in der Spendung der Firmung durch den Bischof des Bistums Magdeburg. Gerhard Feige zeichnete den Jugendlichen dazu das Kreuzzeichen auf die Stirn und gab ihnen einen Händedruck.

Im vergangenen halben Jahr haben sich die jungen Christen Woche für Woche auf die Firmung, im Verständnis der katholischen Kirche ein Sakrament und damit Ausdruck der unmittelbaren Verbundenheit zu Jesus Christus, vorbereitet.

Gemeindepfarrer Dr. Thomas Thorak bereitete diese Treffen inhaltlich vor. Die Firmlinge wurden dabei aber auch von Jugendlichen und Erwachsenen aus der Gemeinde begleitet. "Das ist ein schöner Ausdruck dafür, dass die Firmlinge sich mit ihrem Bekenntnis zum Glauben in ihrer Gemeinde getragen und Ernst genommen fühlen dürfen", so Pfarrer Dr. Thomas Thorak. Die Jugendlichen seien als Kinder getauft worden und mit ihrer Erstkommunion im Grundschulalter erleben sie Teilhabe an der Eucharistie, der Feier des Abendsmahls in der katholischen Kirche.

Sie hätten nun aber auch ein Alter erreicht, in dem sie ihren eigenen Glauben bewusst reflektieren würden, hinterfragen und kritisch betrachten, sagte der Geistliche, als er von Bischof Gerhard Feige die Firmung erbat.

Der Bischof machte in seiner Predigt deutlich, dass die Firmung nicht bloßes Ritual sei, sondern Ausdruck des Glaubens an den "unbegreiflichen Gott, für den Jesus Christus ein Zugang auf menschliche Weise" geworden sei. "Dieser Gott, nicht als Prinzip oder übergeordnete Schicksalsmacht, sondern als Gegenüber begriffen, der mit ¿Du\' angeredet werden kann, will Lebensbegleiter sein", sagte der Bischof zu den Firmlingen. In dieser Gewissheit könnten die jungen Menschen und ihr Glaube erwachsen werden, sich der Welt mit allen ihren Facetten stellen, Nächstenliebe und Zuwendung leben. Dann sei ihr Glaube, als "wesentliches Element der Firmung", für alle Menschen erlebbar und erschöpfe sich nicht im "Abhandeln religiöser Gefühle".

Der Bischof wünschte den jungen Frauen und Männern auf ihrem "Weg des Glaubens", immer wieder den Geist Gottes - in Hochzeiten wie in der Skepsis - zu erfahren.

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