Von Andreas Pinkert

Gottesgnaden. Ein lang gehegter Wunsch vieler Einwohner von Gottesgnaden ist in Erfüllung gegangen. Die gepflasterte Deichüberfahrt kurz hinter der Fähranlegestelle ist am Mittwoch fertig gestellt und die kurze Umleitung für Fahrzeuge aufgehoben worden. "Die Firmen aus Dessau und Zuchau haben ihren Zeitplan absolut eingehalten", sagte Bauamtsleiter Volker Ludwig. Das sei unter anderem auch deshalb möglich gewesen, weil eine archäologische Untersuchung Ende April keinen weiteren Befund erbracht hatte.

Davon waren die Experten wohl nicht ausgegangen. Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Halle hatte ursprünglich Kosten von rund 10000 Euro auf der geschichtsträchtigen Saaleinsel eingeplant. "Tatsächlich belaufen sich diese Kosten nun auf 78 Euro", so Ludwig.

Der Bau der Deichüberfahrt an jener Stelle, an der bei einem Hochwasser der Saale stets zahlreiche Sandsäcke gestapelt werden müssen, verursachte insgesamt Kosten in Höhe von knapp 45480 Euro. Der städtische Anteil beläuft sich auf 5685 Euro. Einige kleine Restarbeiten seien nun noch zu bewältigen.

In der Vergangenheit wurde an dieser Stelle der Bau einer kostenintensiveren Deichscharte in Betracht gezogen. Im Falle eines Hochwassers wäre die Lücke im Deich durch eine Stahlwand verschlossen worden.