
Mitten in der Festwoche zum 20. Geburtstag gab es gestern eine schöne Überraschung für die Förderschule "Lindenstraße" in Schönebeck. Kultusminister Stephan Dorgerloh übergab einen Fördermittelbescheid in Höhe von 2,6 Millionen Euro. Das Geld soll für die Sanierung des maroden Schulgebäudes verwendet werden. Der Salzlandkreis beteiligt sich mit einem Eigenanteil in Höhe von 500000 Euro.
Schönebeck. "Ganz schön steil, die Rampe." Der Bundestagsabgeordnete Burkhard Lischka (SPD) gehörte gestern zur großen Gästeschar in der Förderschule "Lindenstraße". Die gesamte Schule ist vor knapp einem Jahr umgezogen: von der Lindenstraße in die Moskauer Straße und hat hier, in einer ehemaligen Kindertagesstätte, provisorisch eine zeitweilige Unterrichtsstätte her- und eingerichtet. Vielleicht ist die von Lischka erwähnte Rampe deshalb so steil, weil auch sie nur provisorischen Charakter trägt. Denn irgendwann, besser gesagt so schnell wie möglich, will die gesamte Schule wieder zurück in ihr angestammtes Domizil in der Schönebecker Lindenstraße.
Doch das um das Jahr 1900 erbaute Haus ist marode, schon seit Jahren besteht umfangreicher Sanierungsbedarf. "Wir haben uns bereits im damaligen Kreistag Schönebeck für die Schule stark gemacht", erinnerte die Landtagsabgeordnete Petra Grimm-Benne (SPD) an einen langen Weg. Der erreichte gestern einen wichtigen Etappenort, denn der Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, Stephan Dorgerloh (SPD), überreichte Schulleiterin Saule Scholler einen Fördermittelbescheid. Auf dem Papier steht die stolze Summe von 2,6 Millionen Euro. Das Geld stammt aus der EU-Schulbauförderung.
Als dieser Fördertopf vor einigen Jahren in Aussicht gestellt wurde, schnellten die Finger von vielen Schulleitern im Salzlandkreis hoch. Bedarf an Sanierungen besteht an zahlreichen Schulen. Deshalb entschied sich der Kreistag, alle 30 Antragsteller in einer Prioritätenliste aufzuführen. Auf Platz 1 landete die Förderschule "Lindenstraße", deren Schul-träger übrigens der Landkreis ist. Darum kommt die Kreisverwaltung nicht umhin, einen Eigenanteil hinzu zu geben. Der beläuft sich, nach Angaben von Landrat Ulrich Gerstner (SPD), auf rund 500000 Euro.
Auch Gerstner gehörte gestern zu den Gästen. Seines Wissens nach liegt die Baugenehmigung für den Umbau der Förderschule inzwischen vor.
Kultusminister Dorgerloh hob für die Landesregierung hervor: "Wir wollen, dass unsere Schulen nicht nur von außen schön sind. In ihnen soll auch Interessantes geboten werden." Damit spielte er auf eine Vorgabe des Landes bei der Vergabe von Geldern aus der EU-Schulbauförderung an. "Geld gibt es nur gegen Ideen", umschrieb er den geistigen Eigenanteil, den die jeweiligen Schulen leisten müssen.
Aber an Ideen mangelt es den 20 Pädagogen der "Lindenschule" nicht. Was zur umgestalteten Schule gehören soll, listete Saule Scholler auf: ein Snuselraum (der kein Durchgangszimmer ist, so wie jetzt), eine Lehrküche, ein Schülercafé, eine Ergotherapie, ein Umweltlabor, ein Atelier, sieben Klassenräume. "Und endlich eine eigene Turnhalle", fügte die engagierte Schulleiterin hinzu. Sie zeigte sich hocherfreut, dass das Projekt Sanierung nun - zumindest finanziell und baurechtlich - unter Dach und Fach ist.
Als Gegenleistung hatten die Schüler kleine Aufmerksamkeiten vorbereitet und Kuchen gebacken. "Sie haben doch hoffentlich so viel Zeit mitgebracht", fragte Scholler den Minister. Dorgerloh darauf: "Bei Kuchen werde ich immer schwach."
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.