
"Weg des Grauens" haben Schüler der Lerchenfeld-Schule ein Projekt genannt, mit dem sie auf die Deportation jüdischer Menschen aufmerksam machen. Davon beeindruckt zeigt sich der Bundestagsabgeordnete Burkhard Lischka.
Schönebeck l Mit einer mobilen Druckmaschine sind Schüler der Klassen 10a und 10b der Lerchenfeldschule am 27. September von Schönebeck nach Magdeburg gelaufen. Auf den Gehwegen hinterließen sie eine weiße Spur. Der sich stets wiederholende Satz "Hier verschwand ein Mensch" ist bis heute zu lesen. Das anfangs umstrittene Projekt hat den Magdeburger Bundestagsabgeordneten Burkhard Lischka (SPD) beeindruckt. Gestern besuchte er gemeinsam mit seiner Schönebecker Parteifreundin Petra Grimm-Benne die Bildungsstätte in der Berliner Straße. Und er brachte eine Überraschung mit: Zwei Tage Berlin mit allem drum und dran, über den Bundestag organisiert, sind sein Dankeschön für die Schüler. "Der Bus holt Euch von der Schule ab, Ihr braucht Euch um nichts kümmern", versprach Lischka. Die Einladung gilt für die Schüler der beiden Klassen, die sich am Projekt beteiligt haben: 19 an der Zahl.
Die nutzten die Gelegenheit, um ihr Projekt noch einmal vorzustellen. Die Schüler Anna-Maria Fritze, Thao Phan Thi und Dennis Heller erklärten Werdegang und die Umsetzung. Sie führten aus, wer bei der Realisierung mit Rat und Tat zur Seite stand. Genannt wurden unter anderem die Namen von Heimatforscher Matthias Hilbig und Malermeister Markus Rauscher. Das Unternehmen Teutloff half bei der Konstruktion des fahrbaren Druckers und stellte zudem ein Begleitfahrzeug samt Fahrer zur Verfügung.
Auf der Strecke vom Schönebecker Nicolaiplatz bis zum Magdeburger Hauptbahnhof sind die Schüler oft von Passanten angesprochen worden. "Wer nicht wusste, worum es ging, hat erstmal losgemeckert", erinnerte sich Anna- Maria Fritze.
Für die Aktion der Lerchenfeldschüler hatte sich am 29. September auch Landtagspräsident Detlef Gürth (CDU) interessiert. Er nahm sich viel Zeit und "fand sehr menschliche Worte", wie Schulleiter Rüdiger Gröber gestern erfreut hervorhob.
Das Schönebecker Projekt "Weg des Grauens" soll bei Veranstaltungen in Magdeburg im Dezember und Januar ausgezeichnet, beziehungsweise gewürdigt werden. In Schönebeck hatte es vor allem Kritik gegeben, weil der Weg der Deportationen nicht historisch verbürgt ist. Schulleiter Rüdiger Gröber: "Uns geht es vorrangig um die Erinnerung an das Geschehene."
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.