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Antragsverfahren in Startlöchern / "Maisdeckel" erfordert Abstimmung


Nordmethan hält an Raffinerie fest: Baubeginn 2013

05.01.2012 05:22 Uhr |


Von Falk Rockmann


Staßfurt/Glöthe l Die Nordmethan GmbH hält an ihrem Vorhaben fest, eine Biomethan-Raffinerie in Staßfurt zu bauen. Projektmanager Reiner Instenberg bestätigte die Planungen für das 20-Millionen-Euro-Vorhaben gestern auf Anfrage.

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Das Unternehmen hatte es vor etwa einem halben Jahr in der Stadt öffentlich vorgestellt, nachdem es von Glöthe als Standort abgerückt war. Die Anlage im Gewerbegebiet Nord-Ost soll völlig geruchlos funktionieren, anders als herkömmliche, die man aus dem landwirtschaftlichen Bereich kennt.

"Wir arbeiten planmäßig daran. In den vergangenen drei Monaten haben wir konkrete Grundstücksfragen mit der Wirtschaftsförderung der Stadt und dem Oberbürgermeister erörtert", so Instenberg. Die Zusammenarbeit sei sehr angenehm. Parallel dazu würden Einspeisefragen mit der Erdgas Mittelsachsen GmbH geklärt. Auch hier würden die Partner sehr konstruktiv zusammenarbeiten. Nordmethan habe ein sogenanntes Netzzugangsbegehren bei der EMS gestellt.

Und schließlich müssten noch Gespräche mit den Landwirten geführt werden, um sich die für die Raffinerie nötigen Substrate zu sichern. Dafür rechnet das Unternehmen etwa drei bis vier Monate ein. Berücksichtigt werden müssten dabei die Änderungen zum Erneuerbare-Energieen-Gesetz 2012, erklärt Reiner Instenberg.

"Damit soll vermieden werden, dass ,Mais-Wüsten' entstehen."

Die Bundesregierung schreibe demnach einen so genannten "Maisdeckel" vor. Das heißt, dass Biogasanlagen nur noch mit 60 Prozent Mais oder anderen Körnerfrüchten gefahren werden dürfen. "Damit soll vermieden werden, dass ,Mais-Wüsten' entstehen, was zwar in Sachsen-Anhalt bislang auch nicht der Fall ist, wo die Landwirte großen Wert auf abwechslungsreiche Fruchtfolgen legen. Aber in Niedersachsen zum Beispiel", erläutert der Nordmethangas-Mann. Bei den restlichen 40 Prozent können Biogasanlagen-Betreiber frei entscheiden, womit sie ihre Anlagen "füt- tern".

Und letztendlich muss Nordmethan noch in das Bundes-Immissonsschutz-Verfahren einsteigen, wenn alle vorgelagerten Hausaufgaben erledigt sind. "Das wird dann noch einmal ungefähr sechs bis sieben Monate dauern", rechnet Reiner Instenberg, so dass ein Baubeginn vor 2013 nicht realisierbar sei.



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Copyright © Volksstimme 2012
Dokument erstellt am 2012-01-05 05:22:41
Letzte Änderung am 2012-01-05 05:22:41


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