
Schönebeck l "Abbruch - Umbruch - Aufbruch", diese drei Worte sind Motto einer neuen Ausstellung im soziokulturellen Zentrum "Treff" in der Wilhelm-Hellge-Straße 3, die am Sonnabend eröffnet worden ist. Aufgebrochen zu dieser Vernissage waren viele Menschen. Der Saal der Einrichtung platzte aus allen Nähten, gute Stehplätze waren begehrt. Helmut Huppertz vom "Treff" zählte 140 Gäste. So viel Interesse fanden die ausgestellten Fotografien des Wahlschönebeckers Dr. Johannes Goeck. Die Laudatio hielt Dr. Wolf-Michael Feldbach.
"Ich habe Johannes Goeck im Lionsclub kennengelernt. Ich weiß, dass er ein Sonntagskind ist und beim Amt für Landwirtschaft und Flurneuordnung arbeitet", sagte Feldbach, um dann in mehrfachen Variationen zu betonen, dass er selbst nach dem Betrachten der Fotografien begonnen habe, Schönebeck mit anderen Augen zu sehen. "Es gibt in dieser Stadt wunderschöne Ansichten. Man sieht, dass es sich lohnt, nicht immer nur das Negative zu sehen", machte der Laudator Mut auf einen Blickwechsel. Er führte zur Verdeutlichung die noch 1990 höchst bauffällige St. Johanniskirche in Bad Salzelmen an. "Hätten wir in diesem desolaten Zustand nicht das Schöne gesehen, hätten wir uns nicht an die Sanierung wagen können", meinte Feldbach. "Es tat gut, mich auf die Betrachtung dieser Bilder eingelassen zu haben. Und das sage ich nicht, weil es so in einer Laudatio erwartet wird." Die Goeck'schen Bilder könne man getrost als Kunstwerke bezeichnen. Durch den hohen Kontrastumfang würden sie sich von anderen Fotos abheben.
Die Ausstellung ist in mehrere Bereiche unterteilt: Stadtansichten, Industrieästhetik und Eindrücke vom Jacobsweg. Eine Bilderliste liegt im "Treff" aus.
Der Künstler, 1956 in Creglingen (Baden-Württemberg) geboren und 1991 nach Schönebeck gezogen, nutzt eine neue Aufnahmetechnik, genannt High dynamic range (HDR). Was darunter zu verstehen ist, erklärte Goeck selbst. Die hohe Dynamik entstehe, weil mehrere Aufnahmen eines Motives übereinandergelegt werden und aus jeder Aufnahme - laienhaft ausgedrückt - das Beste an Kontrasten herausgeholt wird.
Angesichts der großen Besucherresonanz sagte der Fotograf: "Ich bin überwältigt. Vielen Dank." Bezug nehmend auf den Titel seiner ersten großen Ausstellung fügte er hinzu: "Abbruch, Umbruch und Aufbruch habe ich in Schönebeck intensiv erlebt. Ein Prozess, der noch nicht zu Ende ist." Für die musikalische Umrahmung sorgte Wolfgang Mader.
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.