Schönebeck/Staßfurt l Im Salzlandkreis pendelten im Jahr 2011 25150 Männer und Frauen aus ihren Wohnorten in andere, sowohl im Kreis als auch außerhalb, um dort ihrer Beschäftigung nachzugehen. 13675 Leute kamen in den Kreis, um zu arbeiten. Das geht aus den Pendler-Statistiken der Agenturen für Arbeit in Magdeburg und Sangerhausen hervor, zu deren Geschäftsbereichen Schönebeck und Staßfurt zählen. Nach Angaben der Arbeitsbehörden sind die meisten Arbeitsplätze im Umfeld der vier großen Städte Schönebeck, Staßfurt, Aschersleben und Bernburg zu finden sind.
Aus der Stadt Schönebeck fanden 6120 Arbeitnehmer Jobs außerhalb der Stadt. Vor allem Magdeburg bot nach Angaben der Agentur für Arbeit lukrative Arbeitsplätze für die Schönebecker. Aber auch die nähere Umgebung, mit Unternehmen in Barby und Calbe. In der Elbestadt selbst gab es 10742 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. 5790 Männer und Frauen kommen täglich in die Stadt, um hier zu arbeiten. "Die Zahlen ins Verhältnis gesetzt zeigen, dass es nicht genug Arbeit für alle gibt, die in Schönebeck wohnen", sagt Wolfgang Lenze, Sprecher der Agentur für Arbeit Magdeburg.
Dass Schönebeck Auspendlerstadt geworden sei, habe mit der Entwicklung nach der Wende und dem Verlust großer Industrie- standorte zu tun. Arbeit gebe es in Summe im Kleingewerbe und im Handel.
In Staßfurt gab es 2010 3808 Einpendler und 7706 Auspendler. Die Zahl derjenigen, die in Staßfurt arbeiten, aber woanders wohnen, ging im vergangenen Jahr zurück. 3793 Einpendler gab es 2011. Dem stehen 8699 Auspendler gegenüber. Nora George, Chefin der Sangerhäuser Arbeitsagentur, sagt, dass vor allem Magdeburg, Bernburg und Aschersleben Arbeitsplätze für pendelnde Staßfurter bieten würden. Es gebe aber auch viele Arbeiter, vor allem im Baugewerbe, die überregional und sogar im Ausland Jobs finden würden.
Dass die Salzstadt Auspendlerstadt sei, bewertet Nora George nicht als negativ. "Die Leute entscheiden sich, in Staßfurt wohnen zu bleiben, obwohl sie andernorts arbeiten. Sie ziehen nicht um. Das stärkt die Kaufkraft vor Ort und spricht für die Lebenssituation in der Kommune."
Zum Vergleich: In Aschersleben gab es 2010 4916 Einpendler und 5534 Auspendler, 2011 4794 Einpendler und 5545 Auspendler. Standorte von Auswärtsjobs sind hier - erstaunlich - Staßfurt, Bernburg und Quedlinburg.
Die Agenturen erheben einmal im Jahr die Zahlen über pendelnde Arbeiter. Stichtag ist der 30. Juni. Dabei melden alle Unternehmer den Arbeitsort und den Wohnort ihrer Mitarbeiter. Die erfassten Daten fließen in eine allgemeine Beschäftigtenstatistik ein, die am Jahresende veröffentlicht wird. "Wir haben Vergleichzahlen in den einzelnen Dienststellen und Kreisen darüber, wie sich Arbeitsmöglichkeiten in den einzelnen Orten entwickeln und wo sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze Nachfrage schaffen", sagt Wolfgang Lenze von der Magdeburger Arbeitsverwaltung.
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.