Die äußeren Bedingungen waren sicher schonmal besser für die Silvesterläufe. Doch es lohnte sich wieder in Staßfurt, Atzendorf und Neundorf, gegen Schnee, Eis und den "inneren Schweinehund" anzukämpfen.

Staßfurt/Neundorf/Atzendorf. Karpfen gab‘s bei den Staßfurter Silvesterläufen schon immer reichlich. Daran erinnerte Sigrid Hermanns vom SV Salzland beim Jubiläum am Freitag: "Als wir vor 30 Jahren als BSG Elektron anfingen, hatten wir am Ziel ein großes Fass voller lebender Karpfen stehen. Da wussten wir gar nicht, wie viel drin waren." Ein anderes Mal hatten die Organisatoren etliche Fische übrig, weil bei Glatteis zu wenig Teilnehmer kamen.

Das war Silvester 2010 in Staßfurt-Nord nicht der Fall. Von 80 Anwesenden gingen 51 auf die Strecke. Und nur unter diesen Aktiven wurden schließlich alle 34 Karpfen verlost, wofür Glücksfee Josi zuständig war. Die Veranstalter konnten auch in diesem Jahr auf die Unterstützung der Stadt und einer Supermarktkette bauen. Glühwein, Tee und Bockwurst gab es zudem ebenfalls gratis.

Einige echte Läufer mehr – unter ihnen zwölf Nordic-Walker – zählten die Organisatoren des Atzendorfer Silvesterlaufs, obwohl die gewohnten Strecken durch Schneeverwehungen nicht benutzbar waren. Die ZLG plante um. Insgesamt 81 Starter – sogar aus Brandenburg und Sachsen – wurden in den Glöther Weg geschickt: auf die Kurzstrecke (2000 Meter), zum Kalkofen (3000 Meter) und zum KRD-Silo für die 5000 Meter. Die eigene Auswahl der Strecke erfolgte wohl durch den "inneren Schweinehund". Wie man den besiegte – auf Skiern, per Fahrrad oder zu Fuß – war auch freigestellt. Ortsbürgermeister Peter Rotter lief die 3000 Meter, und schon fünf Minuten später war ihm die Anstrengung nicht mehr anzusehen.

Fünf Glückliche wurden schließlich für die großen, von einem Staßfurter Unternehmen gesponserten Silvesterkarpfen ausgelost. Die Gewinner hießen Elli Beran aus Hecklingen, Marion Gumtz (Brandenburg), Jonas Hartmann und Annika Lemke (Atzendorf) sowie Grit Jänicke aus Staßfurt. Bei Glühwein oder heißem Tee wurde das Ereignis ausgewertet. Jeder Teilnehmer bekam noch ein kleines Erinnerungspräsent. Dann stand für alle die private Silvesterfeier im Mittelpunkt.

Schwierige äußere Bedingungen gab es für die Läufer in Neundorf. Normalerweise findet der Silvesterlauf hier immer großen Zuspruch bei Groß und Klein. Der viele Schnee und das einsetzende Tauwetter stellten nicht nur die rührigen Organisatoren des Hundesportvereins und des TSV vor Probleme und verhinderten am letzten Tag des Jahres eine größere Beteiligung.

So konnte Ortsbürgermeister Burkhard Hennicke nur eine Handvoll Läufer auf die Strecke auf geräumten Fahrbahnen zwischen Friedrichstraße und Schützenplatz schicken, die dreimal absolviert werden musste. Als die Schnellsten erwiesen sich diesmal Fabian Vandrey, Lukas Urban und Frank Jeewe. "Das Wichtigste ist aber, dass alle gesund und munter wieder angekommen sind", betonte Hennicke bei der Siegerehrung und Verlosung der gesponserten Preise.

 

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