Elbenau/Plötzky l Von April bis Oktober wird die Haberlandbrücke auf der Kreisstraße 1296 zwischen Elbenau und Plötzky durch einen Neubau komplett ersetzt. Bauträger für die neue Überführung am Umflutkanal ist der Landkreis. "Die Brücke wird einschließlich der Fundamente neu gebaut", sagt dessen Sprecherin Ingrid Schildhauer. Zu den Kosten sagte sie nichts. Das Vergabeverfahren laufe noch, alle betroffenen Träger öffentlicher Belange seien im Rahmen der Genehmigungsplanung beteiligt worden. Die alte Brücke ist defekt und weist Schäden auf, sie ist zurzeit nur eingeschränkt jeweils in eine Richtung befahrbar. Nach Volksstimme-Informationen wird die neue Brücke als Stahlbetonbau ausgeführt. Am 2. April beginnen die Bauarbeiten. Zuvor werden ab dem 11. Februar Bäume im Baustellenbereich gerodet. Von April bis Oktober ist die Kreisstraße gesperrt. Die Umleitung des Straßen-, Fußgänger- und Radverkehrs erfolgt über die B 246a Schönebeck/Grünewalde Richtung Plötzky.

Nach Angaben von Ingrid Schildhauer bleibt es auch weiterhin dabei, dass die Brücke im Hochwasserfall der Elbe bei Öffnung des Pretziener Wehres vollständig überflutet wird. "Dies wurde bei der Planung der neuen Überführung berücksichtigt." Mitarbeiter des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) Sachsen-Anhalt bestätigen die engen Absprachen mit dem Landkreis. "Wir sind in die Planungen involviert. Alle Regelungen, die den Hochwasserschutz, und die wasserrechtlichen Genehmigungen im Landkreis betreffen, sind abgestimmt", sagt Christian Jung, Bereichsleiter vom LHW. Aus Sicht des Landesbetriebes war wichtig, dass bei der neuen Brücke der gleiche Abfluss des Hochwassers wie bisher gewährleistet sei. Wenn bei hohen Elbpegeln das Dornburger Wehr gezogen wird, fließt das Wasser über den Umflutkanal Richtung Heyrothsberge ab. Dann überflutet die Kreisstraße zwischen Elbenau und Plötzky, das Brückenbauwerk der Haberlandbrücke stehe dann leicht aus dem Wasser. Jung: "Mitarbeiter des Kreises haben in einem solchen Fall situationsbedingt entschieden, die Straße komplett zu sperren oder bei leichten Wasseransammlungen ein Tempolimit und Hochwasserwarnhinweise an der Überführung einzurichten. Der Verkehr wurde dann durch das seichte Wasser geleitet." Dieses Verfahren soll auch mit der neuen Brücke fortgeführt werden. Mit dem Kreis sei auch abgestimmt, dass im Hochwasserfall die Baustelle schnell geräumt werden könne. So lange das Pretziener Wehr nicht gezogen werde, sei die Umleitung über die B 246a kein Problem. Mit der neuen Brücke wird es auch mehr Komfort für Radfahrer und Wanderer geben. Schildhauer: "Der separate Radweg wird in das neue Bauwerk integriert und die Fahrbahn auf 6,50 Meter verbreitert."