Am Montagabend fand sich der Gemeinderat Wolmirsleben zu seiner ersten Sitzung im neuen Jahr ein. Neben zwei Beschlüssen war der Winter und die damit verbundenen Schneemassen die Hauptthemen.

Wolmirsleben. Mit seiner Versammlung eröffnete der Gemeinderat Wolmirsleben am Montagabend das Sitzungsjahr 2011 in der Verbandsgemeinde Egelner Mulde. Zwei Beschlussfassungen standen auf der Tagesordnung. So wurde zum einen die Satzung zur Erhebung von Umlagen für die Gewässer zweiter Ordnung aufgehoben, damit die neue Satzung in Kraft treten kann. Im nächsten Tagesordnungspunkt ging es um die Bestätigung der Jahresrechnung 2008 und die Entlastung des Bürgermeisters. Auch dieser Beschlussvorlage stimmten die Gemeinderäte zu.

Hauptthema der Sitzung war jedoch der Winter, der mit seinem Schnee auch die Bürger und Gemeindearbeiter in Wolmirsleben ganz schön auf Trapp hielt. "Ich möchte mich noch einmal bei unseren beiden Gemeindearbeitern bedanken, die immer versucht haben, die Straßen offen und die Gehwege freizuhalten. Sie waren fast Tag und Nacht im Einsatz. Jedoch brauchten auch wir die Unterstützung von Fremdfirmen", erklärte Knut Kluczka, Bürgermeister der Gemeinde Wolmirsleben.

Kostenangebote für Schneezäune

In der Siedlung seien die Schneewehen so hoch gewesen, dass man mit der Kommunaltechnik nichts mehr ausrichten konnte. "Es handelt sich dabei auch um einen Schulweg. Doch zum Glück waren zu dieser Zeit schon Ferien. Die Wehen waren so hoch, dass man Autos dahinter hätte verstecken können. Für Schulbusse wäre kein Vorankommen mehr möglich gewesen", erklärte Kluczka weiter. Um einem Fiasko im nächsten Winter vorzubeugen, hole man nun Kostenangebote für Schneezäune ein, die das Wehen verhindern beziehungsweise mindern sollen.

In diesem Zusammenhang appellierte der Bürgermeister noch einmal an die Bürger. "Unsere Gemeindearbeiter hatten wirklich alle Hände voll zu tun. Jedoch gibt es immer noch Bürger, die den Schnee von ihren Fußwegen auf die Fahrbahn schieben. Teilweise musste unser Winterdienst drei Mal durch ein und dieselbe Straße fahren, und den Schnee von den Straßen schieben", so Kluczka. Das müsse doch nicht sein. Zudem erklärte Kluczka, dass es gerade bei den Schneemassen, die in den vergangenen Wochen fielen, reicht, wenn auf dem Gehweg ein 80 Zentimeter breiter Streifen frei gehalten wird.

Ärger mit Dachlawinen bei Mietshäusern

Gemeinderatsmitglied Helfried Paul (Dorfgemeinschaftsverein), der auch als Gemeindearbeiter tätig ist, kritisierte zudem auch die Wohnungsbaugesellschaft, die Wohnungen in Wolmirsleben vermietet. "Vor den Häusern, gerade an der Kirche, wurde nichts gemacht. Schneelawinen stürzten von den Dächern genau auf die Wege. Das muss unbedingt einmal geklärt werden", so Helfried Paul.

Auch Peter Buhtz (CDU) lobte die Arbeit der Gemeindearbeiter. "Wenn man sich mal unsere Landeshauptstadt Magdeburg in Sachen Winterdienst anschaut, können wir echt froh sein, dass das bei uns so gut funktioniert. Dort wurde nichts gemacht. In Magdeburg waren die Straßenverhältnisse und Gehwege eine Katastrophe", erklärte das Gemeinderatsmitglied.