Ende gut, alles gut. Auch im Theaterstück der Oskar-Kämmer-Sekundarschule "Leben Lernen" aus Schneidlingen wendet sich letztendlich alles zum Besten. Wie im Märchen. Und tatsächlich ist es ein Märchen, selbst geschrieben und für die Bühne modern mit Botschaft in Szene gesetzt. Kinder der Kita und der Katharienenschule aus Schneidlingen freuten sich gestern im Saal der Speisegaststätte "König" über eine Sondervorstellung.

Schneidlingen. "Aufregung im Märchenland" so lautet der Titel einer Idee, die der sechsten Klasse kam, als das Thema Märchen im Unterricht behandelt wurde. Kurzum wurde beschlossen, eine eigene Geschichte zu Papier zu bringen. Und daraus folgte ein Theaterstück. Das Besondere: Jeder der 21 Schüler bekam eine Rolle. Nach eigenen Textideen, musikalisch begleitet, mit Liedern und Chorgesang untermalt, entstand das hauseigene Schauspiel. Märchenfiguren altbekannter Geschichten tauchen darin auf – Von Rotkäppchen und der Wolf bis hin zum Froschkönig.

Inhaltlich greifen die Schüler Normen und Werte auf, wenn sie der Frage nachgehen "Alle wollen nur Geld! Stimmt das wirklich?" In ihrem Märchenland herrscht daher große Aufregung. Die Märchenfiguren wollen für ihre Arbeit plötzlich eine Bezahlung und treffen sich deshalb zu einer Beratung. Und sogar die Presse bekommt davon was mit. Warum die "Märchenbildzeitung" am Ende dann doch ohne Schlagzeile nach Hause muss? Weil die Märchenfiguren sich besinnen. Im Traum und über Nacht bringen sie gute Träume vom Sandmann und etwas "Hokuspokuspädagogikus" vom Zauberer Ethikus zur Vernunft. "Freude zu geben, ist das nicht auch Lohn genug?" "Ja" sagen die Märchenfiguren am Ende der Vorstellung.

Zu sehen war sie in Schneidlingen nicht zum ersten Mal. Bereits in der Vorweihnachtszeit hatten die Schüler ihr Programm für die Eltern aufgeführt. "Als einwandfrei gelungen" bezeichnete eine Mutter das Stück gestern. "Die Kinder stehen voll dahinter", sagte sie.

Und auch Klassenlehrerin Rita Schrader ist mit dem Ergebnis zufrieden. Die Kinder seien von der Idee, ihr Märchen als Theaterstück aufzuführen, begeistert gewesen. "Erstaunlicherweise wollte jeder eine Rolle habe", berichtete sie vom Zuspruch. Und für die Kita biete sich das Stück ebenfalls an. Mit den Märchenfiguren, ihren bunten Kostümen und der Musik eine schöne Gelegenheit, den Kleinen eine Freude zu bereiten.

Kita und Schule verbindet eine gute Nachbarschaft, sagt auch Kita-Erzieherin Gaby Schmidt. Gern sei man der Einladung der Schule zur Theateraufführung gefolgt. Und die Schüler sind für die jüngsten Schneidlinger keine Unbekannten. Regelmäßig finden Vorlesenachmittage statt. Und das sei im Endeffekt, ähnlich wie beim Märchen, für beide Seiten von Vorteil.

"Unsere Schüler üben das ausdrucksstarke Lesen und Sprechen; und die Kleinen freuen sich über spannende Geschichten", bringt die Klassenlehrerin das Ansinnen auf den Punkt.

   

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