Bereits zum 53. Mal ziehen Kinder, die als die Heiligen Drei Könige verkleidet sind, von Haus zu Haus. Sie bringen den Menschen Gottes Segen und sammeln Geld für Notleidende. Die katholische Pfarrei "St. Marien" Staßfurt-Egeln entsandte zwölf Gruppen kleiner Sternsinger. Seit Tagen sind sie in Staßfurt und Umgebung unterwegs.

Staßfurt. Kaspar, Melchior, Balthasar - die Heiligen Drei Könige. Der Legende zufolge haben sie einen Stern beobachtet, der sie zu Jesus nach Bethlehem führte. Sie überbrachten ihm Gold, Weihrauch und Myrre. Auf ihrem Weg haben sie Spuren hinterlassen. Das tun derzeit auch die Sternsinger, Kinder und Jugendliche, die als die Heiligen Drei Könige verkleidet von Haus zu Haus ziehen. Sie schreiben ihren Segen "20*C+M+B+10" an die Türen der Menschen.

Doch was bedeutet diese Zahlen-Buchstaben-Kombination eigentlich?

Der Stern steht für den Stern, dem die Weisen aus dem Morgenland gefolgt sind. Symbolisch tragen die Sternsinger ihn mit sich. So wie die fünfjährige Theresa Karijnski, die dieser Tage mit der Staßfurter Gemeindepfarrerin Gisela Hillmann und den Heiligen Drei Königen alias Paul Karijnski, Marcus Lange und Kevin Lange unterwegs ist. Der Stern gilt als Zeichen für Christus.

C + M + B + stehen für die lateinischen Worte "Christus Mansionem Benedicat", was soviel bedeutet wie "Christus segne dieses Haus". Die drei Kreuze zwischen den Buchstaben stehen für den Segen "Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes".

Doch nicht nur das Segnen steht im Zentrum des Besuchs der Heiligen Drei Könige. Auch das Sammeln von Spendengeldern ist ein Anliegen. In diesem Jahr sammeln die Kinder und Jugendlichen für ein Projekt in Kambodscha. Das Geld soll Kindern, die Opfer von Minen oder Bomben wurden oder mit einer Behinderung auf die Welt gekommen sind, zugute kommen. Unterstützt wird hier unter anderem ein Heim in Goute d’Eau.

Ein Teil des Geldes wird zudem Kindern auf Kuba zukommen. Padre Bocktenk, ein deutscher Pfarrer, sandte einen Hilferuf an die Pfarrei St. Marien Staßfurt-Egeln. Es fehle an katechetischem Material, klagte er. Die Sternsinger wollen auch hier helfen.

Wie viel Geld letztlich zusammengekommen ist, das wird erst beim Gottesdienst am Sonntag, um 10.30 Uhr, bekannt gegeben. Bis dahin ziehen die Sternsinger noch umher, segnen und sammeln.

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