Unseburg. Im Ortskern der Gemeinde Unseburg ist in den vergangenen Wochen ein Schandfleck verschwunden. Die Wohngebäude in der Clara-Zetkin-Straße 1 bis 3 wurden abgerissen. "Die Arbeiten sind abgeschlossen und sind hervorragend gelaufen. Eine Firma aus Kroppenstedt hatte den Abriss übernommen. Es gab keine Probleme, alles ist reibungslos verlaufen", erklärt Peter Fries, Bürgermeister der Gemeinde Bördeaue. Wo noch im vergangenen Jahr drei große Wohnhäuser standen, ist jetzt eine große Fläche entstanden. Von den Gebäuden ist nichts mehr zu erkennen.

"Dort soll nun ein Familienbegegnungsplatz entstehen. Wir müssen uns jetzt Gedanken über die Bewerkstelligung machen", erklärt der Bürgermeister weiter. Unter anderem soll ein Spielplatz angelegt werden. Auf jeden Fall soll dieser Platz dann zu einem Treffpunkt der Unseburger werden. So stellt es sich der Verein zur Förderung des kulturellen Zusammenlebens Unseburg vor. Er hat für die Umgestaltung das Zepter in der Hand.

Der Abriss hat rund 85 000 Euro gekostet. 50 000 Euro davon wurden gefördert. Einen entsprechenden Fördermittelbescheid hatte Dr. Hermann Onko Aeikens, Minister für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, im Oktober des vergangenen Jahres in Unseburg übergeben (wir berichteten).

Schon seit Jahren sind diese Wohngebäude den Bürgern und Gemeinderäten ein Dorn im Auge gewesen. Da die um 1900 gebauten Häuser seit Jahren baufällig waren, standen sie leer. "Wir hatten zum Teil auch mit Vandalismus zu kämpfen", erklärt Peter Fries. 21 Wohneinheiten sind mit dem Abriss verschwunden.

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