In Schneidlingen wird die Kirche St. Sixti am kommenden Sonntag erstmals in einem ganz besonderen Licht erstrahlen. Der Schein unzähliger Kerzen soll das Gotteshaus innen wie außen zum Leuchten bringen. Chöre singen dazu.

Schneidlingen l "Die Weihnachtszeit geht eigentlich bis zum 5. Januar", erklärt Pfarrerin Dorothea Laser-Merker vom Kirchspiel "Am Hakel". Das sei allgemein aber gar nicht so bekannt, meint sie und nimmt Bezug auf den Feiertag am 6. Januar, der Volksmund spricht vom Dreikönigstag (siehe Infokasten). Im Christentum ist vom Fest Epiphanias (Erscheinung des Herrn) die Rede. Es sei auch das orthodoxe Weihnachtsfest, so Laser-Merker.

"1000 Kerzen sollen leuchten."

In Schneidlingen will die Kichengemeinde den weihnachtlichen Gedanken am Sonntag, 5. Januar, daher noch einmal aufgreifen, um das Fest ausklingen zu lassen. 16.30 Uhr beginnt dazu eine Veranstaltung in der St. Sixti Kirche. Das Gotteshaus wird dann in einem ganz besonderen Glanz leuchten. Denn die Kirchengemeinde lädt zu einem Lichterfest ein und schafft ein dementsprechendes Ambiente.

Petra Pollnow vom Gemeindekirchenrat verspricht allen Bürgern, die herzlich eingeladen sind, eine tolle Atmosphäre: "1000 Kerzen sollen leuchten." Dafür werden fleißige Helfer der Kirchengemeinde bereits am morgigen Freitag sorgen und Kerzen in der Kirche aufstellen. Elektrisches Licht soll dann am Sonntag nicht angeknipst werden. Nur der Kerzenschein allein soll für eine besonnene wie heimelige Stimmung sorgen, wenn Gesang erklingt. Der Schneidlinger Frauenchor, der Schneidlinger Männerchor, die Schneidlinger Mandolinengruppe und der Frauenchor Groß Börnecke gehören zu den darbietenden Akteuren des Kirchenfestes.

Nicht ausgeschlossen sei außerdem, so Laser-Merker, dass instrumentale Stücke vorgetragen werden, hofft sie auf den Klang von Trompete und Geige. Allgemein sei es das Ansinnen, noch einmal die schönsten Sachen, die für die Weihnachtszeit eingeübt wurden, zur Aufführung zu bringen. Das Ganze soll schließlich in einem Lichtergottesdienst münden. Und wenn die Witterung es zulässt, dürfen sich die Gäste außerdem auch vor der Kirche bei einem Gläschen Punsch auf viel Kerzenschein freuen. Teelichter kämen dafür nicht infrage. Diese würde der Wind auspusten, so die Pfarrerin. Stumpenkerzen hingegen seien ideal.

Stumpenkerzen in Gläsern werden noch benötigt

Frau Laser-Merker und Petra Pollnow hoffen daher auf Sachspenden. Wer daheim Stumpenkerzen übrig habe, könne damit seinen Beitrag zu einem noch helleren Fest leisten. Als Aufsteller wären ausrangierte Gläser denkbar. Spender können Stumpenkerzen in Gläsern am Freitag ab 10 Uhr in der Kirche abgeben, oder sie bringen sie zum Fest selbst mit.