Mitglieder des Fördervereins der Clemenskirche und die Kirchengemeinde können aufatmen. Eine äußere Glocke des Gotteshauses, die wegen eines maroden Gestühls herunter zu fallen drohte (die Volksstimme berichtete), wurde gesichert. Ein Sponsor ermöglichte dies.

Groß Börnecke l St. Clemens hat sich über ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk gefreut. Das Präsent, eine dringend nötige Sicherungsmaßnahme der äußeren Glocke eines dreistimmigen Geläutes, wurde kurz nach dem Fest überreicht. Das teilt der Förderverein der Kirche jetzt mit Freude mit. In einer Pressemitteilung heißt es dazu: "Zwischen den Feiertagen hat sich eine regionale Firma mit ihren ortsansässigen Mitarbeiter beim Förderverein St. Clemens gemeldet mit dem Vorschlag, den Versuch zu unternehmen, die absturzgefährdete Uhrenglocke zu bergen und zu sichern." Der Förderverein habe daraufhin Rücksprache mit dem Vorsitzenden der zuständigen Kirchengemeinde vom Kirchspiel "Am Hakel" gehalten.

"Ein wichtiger Schritt für das alte Dreiergeläut ist getan"

Am zweiten Tag des neuen Jahres startete der Rettungsversuch. Mit Erfolg: Die Glocke wurde demontiert und mit einem Kran heruntergehoben, begutachtet und wieder nach oben gebracht. "Sie steht jetzt sicher auf einer dicken Mauer im Fenster des Kirchturmes", erklärte der Vorsitzende des Fördervereins Ingbert Schultz gestern auf Nachfrage der Volksstimme. "Gut sichtbar für alle zu erkennen", sagte er und berichtet weiter, dass das Fenster quasi zur Glockenstube gehört, denn dort befinden sich die zwei weiteren Glocken des Geläutes samt Gestühl.

"Ein wichtiger Schritt für das alte Dreiergeläut ist getan", sagen die Verfasser des genannten Pressetextes und teilen mit, dass der Förderverein und das Kirchspiel sich herzlichst beim Sponsor, der Firma Eggeling Bedachungs- und Sanierungs GmbH aus Altenweddingen bedanken.

Hintergrund ist, dass das Unternehmen vom Spendenaufruf gehört hatte. Anfang Dezember starteten Kirche und Verein einen solchen. Damals machten sie darauf aufmerksam, dass die Tragkonstruktion der äußeren kleinen Glocke - die jetzt demontiert wurde - stark geschädigt ist. Das hatten ihnen Experten bestätigt, unter anderem ein Architekt und ein Glockensachverständiger. Begutachtungen hätten gezeigt, dass die Konstruktion so sehr in Mitleidenschaft gezogen ist, dass Gefahr besteht, dass die Glocke - jetzt geschätzte 200 Kilogramm Bronze - herunterfällt.

Die Kirchengemeinde hatte sich damals ein Angebot eingeholt, was die Sicherung kosten würde. Die Rede war damals von rund 3000 Euro. Einige Spenden waren nach dem Aufruf Anfang Dezember eingegangen. Die Mittel werden jetzt in weitere Sicherungsmaßnahmen fließen. Ingbert Schultz: "Das Glockengestühl muss saniert werden." Dieser Schritt auf dem Weg zur Sanierung des Gotteshauses soll in den nächsten zwei Jahren gegangen sein, hoffen die Initiatoren. Denn dann würden die Glocken des Geläutes, das aus dem 17. Jahrhundert stammt, ein historisches Jubiläum feiern. Schultz spricht von ihrem 400. Geburtstag.

   

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