Mit besonders schönen Morgen- und Abendröten aber auch mit blühenden Kirschzweigen fiel der Dezember 2013 auf. Der Monat war zudem insgesamt sehr trocken.

Schönebeck/Staßfurt l Der Dezember war von einigen kalten Nächten abgesehen mild und feucht. Am 5. Dezember wurde vor einem Orkan gewarnt, der aber am 6. Dezember bei uns wenige Schäden verursachte. Danach wurde unsere Landschaft mit einer leichten Schneedecke überzogen, die aber schnell wieder forttaute. Danach waren Nieselregen und Nebelnässen an der Tagesordnung.

Aus Elbenau schrieb mir Dr. Thoralf Winkler, der als Physiker im Wissenschaftshafen in Magdeburg tätig ist, dass er am 13. Dezember nicht auf die andere Elbeseite schauen konnte. Bei der Fahrt nach Hause klärte sich genau an der Stadtgrenze der Himmel auf. In Elbenau herrschten zur gleichen Zeit Sonnenschein und blauer Himmel. Ähnliches konnte ich auf der Landstraße zwischen Calbe und Schönebeck ab der Wetterscheide Steinbruch beobachten. Bemerkenswert waren Ende Dezember die vielen Morgen-und Abendröten, die bemerkenswerte Bilder am Himmel lieferten. Durch weiter steigende Temperaturen gab es auch wieder keine weiße Weihnachten, ganz im Gegenteil die Temperaturen kamen nun zweistellig daher.

Die Durchschnittstemperaturen waren im Dezember erhöht. Sie lagen bei 4,4 Grad Celsius, was ein Plus von 2,8 Grad Kelvin entspricht. Im Jahresdurchschnitt lagen sie bei 9,6 Grad Celsius plus 0,1 Grad Kelvin dagegen in der Norm. Bisher nasse Dezember gab es in Hakeborn 1947 = 80, in Eickendorf 1997 = 91 Millimeter und trockene Dezember in Hakeborn 1972 = 2,2 und Eickendorf 1984 = 10 Millimeter. Die Jahreswerte schwankten in Hakeborn zwischen 816,9 im Jahre 2010 und 282,2 Millimeter im Jahre 1982.

In der Landwirtschaft gab es zum Teil geringere Erträge. Dagegen konnten Zuckerrüben noch gute Zuckerwerte und Erlöse liefern. So manche Kapriolen spielten sich in der Natur ab. Dr. Thoralf Winkler fotografierte im Dezember einige Kirschblüten und in seinem Garten wuchs und blühte munter ein Löwenzahn. Dagegen beobachtete Horst Osterloth keine Amseln, die in den vergangenen Monaten und Jahren ständige Gäste an seinen Futterplätzen waren.

Auch auf dem Brocken war es im Dezember bei 0,3 Grad Celsius Durchschnittstemperatur 3,3 Grad Kelvin zu warm, und mit 133,2 Millimeter Niederschlag zu trocken.

Wettergeschichte: Vergessene Regenschirme

Es war beim Zahnarzt, als mir in der Wartezeit ein runder Behälter mit drei verschiedenen Regenschirmen auffiel. Ich wurde stutzig, denn es hatte bestimmt viele Tage nicht mehr geregnet. Wer hatte sie denn benutzt? Als ich nach der Behandlung die Praxis verlies, fiel mir an der Tür ein Zettel auf: "Liebe Patienten. Bitte nehmen Sie beim Verlassen der Praxis ihren Regenschirm wieder mit. Ihr Praxisteam." Ich habe mich nie sonderlich für Regenschirme interessiert, doch nun wurde ich neugierig. Wie verschiedene Regenschirme es gibt, wurde mir erst danach klar. Es gibt nicht nur große und kleine, sondern auch farbige, gemusterte oder schwarze, mit handlichen Krückstockgriffen oder Knopfgriffen, oder welche, die sich automatisch auf Knopfdruck öffnen und neuerdings auch wieder schließen, aber so ein Regenschirm ist ein zerbrechliches Ding, besonders wenn es stürmisch ist.

Regenschirme werden an den unterschiedlichsten Stellen vergessen. Meistens ist es so: Es regnet, man geht irgendwo hinein, wird abgelenkt und hat den Kopf voll. Inzwischen scheint wieder die Sonne und der Schirm bleibt stehen. Darunter gibt es auch notorische Vergesser, wie ich einen Kollegen hatte, der ständig seinen Regenschirm irgendwo stehen ließ. Er fuhr zu einer Konferenz und rief uns nach Abschluss von einer Telefonzelle an, dass er noch auf Arbeit käme. Er versicherte uns, dass er seinen Regenschirm am Mann habe. Doch als er ankam, stand der bewusste Regenschirm immer noch an der Telefonzelle.