Sonnenenergie soll künftig auch in der Stadt Hecklingen produziert werden. Die Stadt vermietet Dächer öffentlicher Gebäude an einen privaten Investor, der dort noch in diesem Jahr Photovoltaikanlagen installieren will. Auch in Gänsefurth soll im Gewerbegebiet "Bodewiesen" auf bisher ungenutzter Fläche grüner Strom aus Solarzellen gewonnen werden.

Groß Börnecke. Die Verhandlungen mit dem künftigen Objektbewirtschafter der Anlagen für Groß Börnecke sind in Sack und Tüten. An drei Stellen wird er in die Erzeugung von Öko-Energie investieren. Die Stadt Hecklingen verpachtet dafür die Dächer öffentlicher Gebäude in Groß Börnecke. Photovoltaikanlagen sollen auf dem Dach der Grundschule und der Turnhalle sowie auf dem Dorfgemeinschaftshaus installiert werden.

Daraus ergibt sich wiederum ein Vorteil für die Freiwillige Feuerwehr des Ortes. Das sanierungsbedürftige Gebäudedach ihrer Schulungs- und Geräteräume wird vom Pächter komplett erneuert. Die Arbeiten sollen mit Inbetriebnahme der Solaranlagen starten und das soll voraussichtlich im dritten bis vierten Quartal dieses Jahres sein.

Für die Stadt entstehen weder Kosten noch Einnahmen. Der Pächter investiert in die Solaranlagen, Einnahmen aus dem Verkauf des Stroms fließen ihm zu. Die Pacht an die Stadt zahlt er im Gegenzug nicht bar. Dafür erbringe er die Dacherneuerung des Depots, erklärt Hecklingens Bürgermeister Hans-Rüdiger Kosche (CDU). Es sei das erste Mal, dass die Stadt Hecklingen Dächer für Solaranlagen vermietet. Gern hätte die Kommune Einnahmen aus dem grünen Strom in die eigene Tasche erwirtschaftet. "Das Geld hätte dem städtischen Haushalt geholfen. Leider fehlt uns das Geld, um in die Anlage zu investieren", musste der Rathauschef mit Bedauern feststellen.

Derweil sind bisher ungenutzte Flächen auch in Gänsefurth für Solar-Park-Investoren von Interesse. Zur Diskussion steht die Errichtung weiterer Photovoltaikanlagen auf zwei Flurstücken. Die Verhandlungen laufen. Die Pläne sollen auf der kommenden Beratung im Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag Thema im nichtöffentlichen Teil der Sitzung sein und abschließend im Stadtrat zur Abstimmung gestellt werden.