Irgendwie funktionierte im Jahr 2013 nichts so richtig für die Feuerwehr Groß Börnecke. Schon das Osterfeuer fiel beinahe ins Wasser. Zum 120-jährigen Jubiläum herrschte aufgrund des Hochwassers Katastrophenalarm im Landkreis. Die Feuerwehrleute machten das Beste aus der Situation.

GroßBörnecke l Da hatten sie sich ein Jahr auf den runden Geburtstag vorbereitet, und dann kam die Flut. Mitten im Sommer, wo eigentlich niemand mit einer außergewöhnlichen Situation rechnen konnte, brach das Hochwasser herein. Das Beste machten die Börnecker noch aus der Situation, zog Ortswehrleiter Danny Hille Bilanz. Das Feuerwehrfest nutzten sie dazu, für die Opfer der Flut zu sammeln. Tagelang halfen einige Kameraden an den Brennpunkten an der Saale.

Das gesellschaftliche Leben steht in der Freiwilligen Feuerwehr Groß Börnecke im Mittelpunkt. Von den 68 Mitgliedern der Wehr sind 26 Kameraden im Einsatzdienst. Die anderen Feuerwehrleute spielen in der Schalmeienkapelle mit, sind in der Alters- und Ehrenabteilung sowie in der Jugendfeuerwehr organisiert, schildert der Ortswehrleiter.

18 Einsätze hatten die Blauröcke 2013 zu absolvieren. Immerhin vier weniger als noch im Vorjahr. Für den Löscheinsatz ist die Wehr gut aufgestellt. An Einsatztechnik stehen den Einsatzkräften neben einem Löschgruppenfahrzeug auch ein Tanklöschfahrzeug sowie ein Kleintransporter zur Verfügung.

An 26 Dienstabenden vertieften die Feuerwehrleute ihr theoretisches und praktisches Wissen, erklärte Danny Hille. "Die Einsatzfreude, Mitarbeit und Disziplin der Kameraden während der Ausbildung ist ohne Kritik", sagte er weiter. Einige Kameraden betrachten die Feuerwehr als zweite Heimat. Kaum anders ist es zu erklären, dass sie sich nach Feierabend im Gerätehaus trafen, um wochenlang den Versammlungsraum zu renovieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, schätzte ebenso Bürgermeister Hans-Rüdiger Kosche (CDU) ein. Endlich sei die alte "Eierschalenkartondecke" entfernt, freute er sich sichtlich. Daneben verwies er auf die im vergangenen Jahr durchgeführten notwendigen Ersatzbeschaffungen, deren Finanzierung das Rathaus trotz der prekären Finanzsituation bewerkstelligen konnte. Wie Ortsbürgermeisterin Ethel Muschalle-Höllbach dankte er den Kameraden für die gezeigte Einsatzbereitschaft. Auch in Zukunft, so die Ortsbürgermeisterin weiter, wolle sie alles unternehmen, um die notwendigen Dinge für die Wehr bereitzustellen, sagte sie.

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