Das über 20-jährige Leitfahrzeug der Ortswehr Güsten wird in diesem Jahr durch ein neues ersetzt, sicherte Bürgermeister Helmut Zander während der Jahreshauptversammlung zu.

Güsten l Nach der Begrüßung der Kameraden der Ortsfeuerwehr Güsten sowie der Gäste zur Jahreshauptversammlung bat Ortswehrleiter Gert Lehmann die Anwesenden, sich für eine Gedenkminute zu Ehren der verstorbenen Kameraden von den Plätzen zu erheben.

"Der Jahreswechsel in das Jahr 2013 war nicht an einem Freitag und trotzdem sollte es von Emotionen, kleinen und großen, wichtigen und weniger wichtigen Ereignissen oder Zufällen geprägt sein, mit der man die Jahreszahl 2013 in Verbindung bringen kann", stellte Lehmann seinem Rechenschaftsbericht voran. "Das neue Jahr war noch nicht einmal zwei Minuten alt, da wurden wir zu einem Brandeinsatz im Salzlandkreis alarmiert. Zweieinhalb Stunden später erfolgte von der Leitstelle der nächste Alarm zu einer technischen Hilfeleistung, fügte er an. "Diese Kuriosität wird sicher einen Stammplatz in unserer Chronik erhalten."

Insgesamt wurden die Güstener 2013 zu 63 Einsätzen alarmiert. Davon waren 23 Brände, 39 technische Hilfeleistungen und ein Fehlalarm. Die Gesamtdauer betrug dabei 218 Stunden, die der Einsatzkräfte dabei zusammen 2354 Stunden. Die durchschnittliche Ausrückzeit war 3,80 Minuten. Seinen besonderen Dank richtete der Referent an die Kameraden für ihre große Einsatzbereitschaft und das Engagement beim Juni-Hochwasser.

Doch danach konnte der Wehrleiter von erfreulicheren Dingen berichten. "Eine 24-stündige Einsatzbereitschaft unserer Wehr ist gegeben", berichtete er nicht ohne Stolz. Eine Einsatzabteilung von 53 Kameraden und 3 Kameradinnen sowie eine Reserveabteilung, bestehend aus 8 Kameraden und 9 Kameradinnen, sind die Grundlage dafür. Auch bei der Einsatztechnik der Fahrzeuge und Spezialausrüstung sind die Güstener gut aufgestellt. Nur beim Einsatzleitfahrzeug ließ der Wehrleiter nicht locker, das Stadtoberhaupt daran zu erinnern, dass 2014 eine Neuanschaffung nötig sei.

Neben den 42 Standortausbildungen waren das Ausbildungszeltlager, der Tag der offenen Tür und die Fahrt ins Blaue besondere Höhepunkte für die Kameraden. Anschließend berichteten der Jugendwart Marcus Glaß und die Leiterin der Kinderwehr, Mandy Albrecht, von einer kontinuierlichen Nachwuchsarbeit.

Die Grußworte der Gäste brachten die hohe Wertschätzung der Wehr zum Ausdruck. "Ehrenamt in der Feuerwehr heißt Engagement, Kameradschaft und Einsatzbereitschaft, darauf ist bei euch immer Verlass", sagte der Verbandsgemeinde-Bürgermeister Steffen Globig anerkennend. "Entsprechend der Prioritätenliste der Risikoanalyse ist der Einsatzleitwagen für dieses Jahr in der Planung", bestätigte Bürgermeister Helmut Zander (SPD).

 

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