Förderstedt l Jedes Jahr im Januar führen die weiterbildenden Schulen für die Grundschüler der vierten Klassen ihres Einzugsbereiches und deren Angehörige Tage der offenen Tür durch, so auch die Förderstedter Sekundarschule am Sonnabend.

Die Volksstimme traf Claudia und Lutz Balcarek aus Eickendorf. Ihre Tochter Tracy hatte bis 2007 die Sekundarschule besucht und war mit Töchterchen Emily mitgekommen. Jannik Nimmich aus Biere, dessen Eltern arbeitsmäßig verhindert waren, soll im Sommer zur Sekundarschule wechseln. Also mussten Oma und Opa für den Schulbesuch zur Verfügung stehen.

Die Volksstimme machte mit den fünf einen Rundgang durch die Schule. "Aber es steht schon fest, dass Jannik nach der Grundschule in Welsleben die Förderstedter Schule besucht", sagte Claudia Balcarek gleich zu Beginn. Und begründete das mit: "Wir sind dem Vorschlag der Grundschule gefolgt und wollen uns jetzt hier umsehen".

Sie begannen ihren Rundgang im Raum von Simone Klapperstück und Petra Melle. Beide lehren Mathematik und zeigten den Besuchern, wie interessant dieses Fach sein kann. Gleich daneben ist der Raum für Kunsterziehung, den Sybille Friese vorstellte. Sie präsentierte in dem renovierten Raum (Volksstimme berichtete) eine Reise durch die verschiedenen Epochen der Kunstgeschichte, angelehnt an die Lehrpläne der einzelnen Klassenstufen. Sie brachte außerdem ihre Freude zum Ausdruck, dass im vergangenen Jahr vier Räume - drei von Eltern und einer vom Schulträger - renoviert wurden.

Hier waren auch Lisa Taube, Sebastian Kühne und Manuela Bardella, alle drei ehemalige Schüler, die bis 2012 die Sekundarschulbänke gedrückt hatten. "Uns hat es hier gefallen. Da wollten wir unsere ehemalige Schule wieder einmal besuchen" fassten sie ihre positiven Eindrücke zusammen.

Im Computerkabinett waren nicht nur unsere Besucher beeindruckt, dass 28 Computer zur Verfügung standen. "Für jeden Schüler einer" erklärte Schulleiter Rainer Haase, "die maximale Klassenstärke liegt bei 28". Im Biologieraum, der anschließend besucht wurde, ging es um Vögel. Die Schüler haben sich an der Vogelzählung beteiligt, mussten aber vorher die verschiedenen Vogelarten kennenlernen. Also wurde ein "Vogelbuch" angefertigt. Jede Art bekam ihre Seite mit Steckbrief und Abbildung.

Im Hauswirtschaftsraum gab Monika Koch-Wohlgemuth Antwort auf die Fragen der Besucher, zum Beispiel "Ist schon einmal etwas angebrannt?". "Schon mehrmals ist das vorgekommen, wir versuchen aber trotzdem so perfekt wie möglich zu sein", war die Antwort. Hier hatten die Schüler auch Imbisshäppchen für die Besucher fertig gemacht, die sich diese schmecken ließen. Und Kuchen hatte man auch gebacken, der im Foyer verkauft wurde.

Weiter ging es. Von einem Raum in den nächsten. Im Geografieraum konnten die Gäste einen großen Globus bewundern, der auch die Höhen der einzelnen Gebiete auf der Erde zeigte. Jannik sollte hier Förderstedt finden und er fand es auch. Im Nebenraum interessierte sich die kleine Emily, auf Opas Arm sitzend, für das menschliche Skelett. Die Verbrennung von Magnesium mit heller Flamme zeigten Sören Krafczyk und Gina Schön aus der 9b im Chemieraum. Helmut Barthel führte im Werkraum eine Leuchtstofflampe vor, die blaues Licht erzeugte, das durch die Beschichtung des Glases aber weiß abgestrahlt wurde.

Im Flur waren Bilder ehemaliger Schuljahrgänge aufgehängt. Hier war auch Tracy zu sehen. Dann ging es wieder ins Erdgeschoss. Der Chor mit Lehrerin Christiane Hoppe zeigte, was er kann, aber auch die Besucher wurden mit Textblättern ausgerüstet und sangen mit. Und im Foyer war die Tanzgruppe aktiv.

"Hier wird es mir gefallen", sagte Jannik abschließend. Zumal er nicht allein sein wird, denn aus seiner Klasse wechseln mehrere Mitschüler an die Förderstedter Sekundarschule.

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