Einige Spielplätze in Staßfurt und den Ortsteilen sind im guten Zustand, andere dringend reparaturbedürftig. Durch die Haushaltsdiskussion gerät das Konzept zur Sanierung der Plätze jedoch ins Abseits.

Staßfurt l Bereits 2010 ist ein Konzept zur Sanierung der Spielplätze in Staßfurt und den Ortsteilen beschlossen worden. Die Verwaltung hatte damals den Zustand der einzelnen Plätze mit ihren Geräten beurteilt und erstellte draus eine Liste: Wie viele Kinder spielen an welchen Spielplätzen? In welchem Zustand befinden sich die Spielgeräte?

Daraus wurde eine Prioritätenliste entwickelt: Welcher Spielplatz müsste als nächstes erneuert werden? "Ziel war es festzulegen, wie es mit der Sanierung der Spielplätze weitergeht, falls Geld dafür zur Verfügung steht", erklärt Ralf-Peter Schmidt (Linke) als Vorsitzender des Sozialausschusses die Bedeutung des Konzepts.

Das Konzept sollte jetzt fortgeschrieben werden, denn einiges hat sich seit 2010 verändert: Der Spielplatz in Rathmannsdorf musste "über Nacht", wie der dortige Ortsbürgermeister Klaus Magenheimer (Linke) feststellte, abmontiert werden. Andere Plätze wurden saniert. Neue Spielgeräte wurden 2013 bereits für Förderstedt und Atzendorf gekauft, sie müssen nur noch montiert werden. Daher gibt es jetzt eine veränderte Prioritätenliste.

Oberste Priorität hat danach natürlich Rathmannsdorf, gefolgt von den Spielplätzen in der Löderburger Bahn, in Staßfurt-Nord und in der Neundorfer Straße in Staßfurt und in Löbnitz. In gutem Zustand, und daher ganz unten auf der Prioritätenliste, sind die neuen Spielplätze in Üllnitz, Glöthe, Brumby sowie in Hohenerxleben und in Staßfurt am Kirchplatz.

Die neue Prioritätenliste legt also die aktuelle Reihenfolge fest, in der die Spielplätze saniert werden könnten. Sie fiel allerdings dem Streit um den Haushalt zum Opfer: Oberbürgermeister René Zok (parteilos) hat die Vorlage dazu beim jüngsten Stadtrat zurückgezogen, weil die Stadträte keine Steuererhöhungen beschließen wollten. "Das kann ich absolut nicht nachvollziehen", kommentiert Ralf-Peter Schmidt. Das Konzept sei ein wichtiger Leitfaden für die Zukunft. Ob im Einzelfall Geld für neue Spielgeräte eingestellt werde, sei eine andere Frage. Schmidts Fraktion will den Beschlussvorschlag zum Konzept nun noch einmal in den Stadtrat einbringen. Der Sozialausschuss stimmte dem zu.

Für den Rathmannsdorfer Spielplatz stehen derzeit keine Geräte zur Verfügung, die den alten Spielplatz ersetzen könnten. Klaus Magenheimer berichtete aber, dass für 2015 ein neuer Spielplatz versprochen wurde.