Güsten l Mit der Öffnung der Schuleinzugsbereiche innerhalb der Verbandsgemeinde Saale-Wipper sollten eigentlich alle vier Grundschul-Standorte gehalten werden, wenn die neuen, vom Land verordneten Mindestzahlen greifen.

Doch vor der entsprechenden Beschlussfassung im Hauptausschuss am Mittwochabend wurde deutlich, dass der Alsleber Bürgermeister Reinhard Schinke (CDU) erhebliche Bauchschmerzen hat. "Ich kann nicht etwas beschließen, das irgendwann mal zur Schließung meiner Schule führt." Sein Amtskollege Peter Rosenhagen (Bürgerfraktion) fragte, warum man das nicht schon eher probiert hätte.

Peter Rietsch (Bürgerfraktion) folgte dem Beschluss des Schulausschusses, die Eltern entscheiden zu lassen, in welche Grundschule sie ihre Kinder schicken wollen. "Wenn wird die Bereiche öffnen, steuert sich das von allein." Über den Transport bräuchte man sich keine Sorgen machen, da der Landkreis in der Pflicht wäre. Sein Fraktionskollege Wolf Beinroth sah noch ein positives Argument: "In Kita und Schule fängt das Zusammenwachsen einer Verbandsgemeinde an." Aschersleben als Beispiel habe sich auch etwas dabei gedacht.

Reinhard Schinke, Peter Rosenhagen und Lothar Jänsch stimmten gegen die Öffnung. Die Mehrheit war dafür. Am 12. Februar entscheidet der Verbandsgemeinderat darüber.