Der Tag der offenen Tür bescherte dem Dr.-Frank-Gymnasium am Sonnabend ein volles Haus. Zum nächsten Schuljahresbeginn rechnet der Schulleiter mit insgesamt etwa 1000 Mädchen und Jungen. Steffen Schmidt sieht dennoch keinen Grund zur Platznot-Sorge. Auch wenn das Egelner Gymnasium aufgelöst wird, bleiben einige Klassen am dortigen Standort.

Staßfurt l Gedränge herrschte im Treppenhaus und auf den Fluren, nachdem Schulleiter Schmidt die künftigen Fünftklässler, ihre Eltern und Geschwister in der altehrwürdigen Aula begrüßt hatte. Hannes Gärtner und Anika Meißner präsentierten sehr informativ und aufschlussreich das Schulleben am Dr.-Frank-Gymnasium. Die 100-jährige Geschichte des Hauses I rissen sie ebenso an, wie den Block-Unterricht, die Fächer in den verschiedenen Klassenstufen und die außerschulischen Pausen- und Freizeit-Möglichkeiten zwischen Theater- und AG Junge Geologen.

Die Besucherströme zerstreuten sich allmählich, führten sie in die zahlreichen Fachkabinette, in Sporthalle und Caféteria.

"Zurzeit werden seit Herbst die Fußböden in zwei Unterrichtsräumen saniert. Man merkt das kaum. Wir haben insgesamt 39 Unterrichtsräume und keine Platzprobleme", zerstreut Schulleiter Schmidt eventuelle Sorgen, wenn ab 4. September mit Egelnern etwa 800 Schüler im Staßfurter Gymnasium lernen werden. Gegenwärtig sind es 729 hier. Zwei 7., eine 8. und zwei 9. Klassen, 35 Schüler der 11. und 37 der 12. Klassenstufe werden weiterhin in der künftigen Außenstelle Egeln unterrichtet.

Zum 2. Halbjahr erwartet das Gymnasium zwei neue Lehrer. Ab September stünden auch die Kollegen aus Egeln zur Verfügung. "Was vielleicht an Lehrkräften noch notwendig ist, kriegen wir", ist Schmidt auch diesbezüglich optimistisch. Das Landesschulamt sei da "relativ dicht am Thema dran". Im neuen Schuljahr 2014/15 sollen in Staßfurt zudem die neue Mensa stehen und die alte Sporthalle energetisch saniert sein.

An die Fünftklässler in spé wandte sich der Schulleiter in Sachen Schullaufbahn-Erklärung: "Ich wünsche euch eine Entscheidung eurer Eltern, die funktioniert, dass ihr weiterhin mit Begeisterung lernen könnt."

Nach Öffnung der Einzugsbereiche innerhalb des Salzlandkreises können Eltern übrigens wählen zwischen den Gymnasien Aschersleben, Bernburg, Calbe, Schönebeck und Staßfurt. Für Doreen Naßwetter-Sitko aus Güsten beispielsweise ist es keine Frage: Ihre Kim wird in Staßfurt ans Gymnasium gehen, so wie die Mama selbst schon. "Die Einrichtung hat einfach einen guten Ruf", so die Erklärung der Güstenerin.

   

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