Die Wählergemeinschaft Hecklingen setzt sich für einen Wahlbereich bei der Kommunalwahl ein.

Hecklingen l Die Wählergemeinschaft Hecklingen wird sich heute Abend bei der Sitzung des Stadtrates für die Schaffung eines Wahlbereichs bei der Kommunalwahl Ende Mai einsetzen. Das kündigte Klaus Riederer, Vorsitzender der Wählergemeinschaft Hecklingen, gestern an.

Ihm und seinen Fraktionskollegen im Stadtrat gehe es darum, dass alle Bürger die gleichen Bewerber wählen könnten, was bei einer Aufteilung der Stadt in Wahlbereiche nicht möglich wäre. "Nach zehn Jahren ist es höchste Zeit die Bevormundung der Bürger der gesamten Stadt Hecklingen zu unterlassen und sie frei und ortsteilübergreifend entscheiden zu lassen, wem sie ihre Stimme geben", sagte er gestern. Auf maximal zwei Wahlbereiche wolle er sich einlassen, lässt er wissen. Riederer fürchtet, dass die Bürger an der Kommunalwahl nicht teilnehmen, wenn die Einteilung der Stadt in viele Wahlbereiche den Bürgern nicht mehr die Wahl lässt, wen sie wählen können. Allen Bürgern der Stadt und der Ortsteile sollte das gleiche Recht bei der Wahl eingeräumt werden, wirbt er für einen Wahlbereich.

Die anderen Fraktionen im Stadtrat haben allerdings ebenso gewichtige Gründe, sich für mehrere Wahlbereiche zu entscheiden. Bei der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses prallten die Ansichten bereits aufeinander. Bei der Abstimmung konnte keines der beiden Lager die Mehrheit für sich gewinnen. Deshalb wird es heute Abend spannend, wie sich der Stadtrat beim Zuschnitt der Wahlbereiche entscheidet.