Bernhard Polewka hinterlässt große Spuren an der Sekundarschule "Hermann Kasten" in Staßfurt. Das wurde bei seiner bewegenden Verabschiedung in den Ruhestand deutlich gemacht.

Staßfurt l Nach insgesamt 42 Jahren aktivem Schuldienst wurde gestern der langjährige Schulleiter der Staßfurter Hermann-Kasten-Sekundarschule Bernhard Polefka in den wohlverdienten Ruhestand versetzt. Das Motto "Willkommen und Abschied" für die Veranstaltung im Flachbau des Schulkomplexes Nord hatte er selbst ausgewählt, da diese Zeremonie mit der Berufung seiner Nachfolgerin verbunden war.

In seiner Ansprache begrüßte der scheidende Schulleiter viele Gäste, unter ihnen der Direktor des Landesschulamtes Torsten Klieme, den Schulamtsdezernenten Ulrich Linke, Ulf Freund vom Kreisschulamt, Staßfurts Oberbürgermeister René Zok, zahlreiche Kollegen sowie Schülerinnen und Schüler.

Der in Burg wohnende künftige Rentner blickte kurz auf seine achteinhalbjährige Schulleitertätigkeit der Sekundarschule mit den Standorten Michaelisstraße und Staßfurt-Nord zurück.

"Ich bin etwa 250 000 Kilometer gefahren, doch ich bereue keinen Tag."

"Ich bin etwa 250 000 Kilometer in diesem Zeitraum gefahren, doch ich bereue keinen Tag davon", resümierte er ergriffen. Danach folgte ein Kulturprogramm, welches der Schulchor und die Zwillinge Lena (Klarinette) und Michel Bartholomes (Saxophon), beide Schüler der fünften Klasse des Staßfurter Gymnasiums, gestalteten. Das abschließende Lied "Time to say good bye" war dabei besonders bewegend für ihn.

Dann überreichte der Direktor des Landesschulamtes mit beeindruckenden Worten die Entlassungsurkunde. "Sie haben ihren Beruf in all den Jahren als Berufung verstanden. Ihre hervorragende Lehrertätigkeit war besonders nach der Wende die Grundlage dafür, unter völlig veränderten politischen und fachlichen Bedingungen richtige Entscheidungen zu treffen, Aufgaben zu stellen und äußerst positive Ausstrahlung auf die Schüler und das Lehrerpersonal zu erreichen", so Klieme.

In ihren Grußworten bestätigten die Gäste dem Schulleiter konstruktive Zusammenarbeit und würdigten seine Fähigkeit, immer Wissen vermitteln zu können. "Sie können die Bühne oder das Cockpit der Schule erhobenen Hauptes verlassen", meinte Ulf Freund.

Dann wurde seine Nachfolgerin Verena Frank ins neue Amt eingeführt. "Ich weiß, die Messlatte ist sehr hoch. Mit den Kollegen und Schülern will ich Bewährtes erhalten und Neues fortführen", blickte sie voraus.

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