Der neue Digitalfunk hat seine Bewährungsprobe bei der Freiwilligen Feuerwehr in Hecklingen beim Juni-Hochwasser im zurückliegenden Jahr bestanden. Wehrleiter Heinz Broda sprach auf der Jahreshauptversammlung von einem "guten Start mit dem System".

Von Nora Menzel

Hecklingen l Alles in allem wurden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hecklingen 2013 zu 39 Einsätzen gerufen. Im Januar hielt ein Containerbrand am Weinbergsgrund die Einsatzkräfte auf Trab. Dann sei es eine Weile sehr ruhig gewesen, blickte Ortswehrleiter Heinz Broda, der auch Stadtwehrleiter ist, auf das zurückliegende Jahr zurück, das er und seine Kameraden auf einer Versammlung kürzlich gemeinsam auswerteten.

"Wir sicherten den Katastrophenstab des Kreises funkmäßig ab. Dies war auch eine Herausforderung für uns."

Broda erinnerte daran, dass die kurze Verschnaufpause aber nur die Ruhe vor dem Sturm war. "Bis das Elbehochwasser den Salzlandkreis voll erwischte", sagte er und berichtete, dass die Einheit für Kommunikation aus Hecklingen mehrere Tage zum Einsatz kam. "Wir sicherten den Katastrophenstab des Salzlandkreises funkmäßig ab. Dies war auch eine Herausforderung für uns. Hier wurde der Digitalfunk erstmals so richtig im Einsatzfall im Landkreis getestet." Er berichtete weiter, dass sich seine Mannschaft als Einheit für Kommunikation sehr intensiv mit dem Digitalfunk beschäftigt habe. Darüber hinaus waren die Helfer aus Hecklingen zu mehreren Hilfeleistungseinsätzen beim Elbehochwasser im Einsatz. Hier habe es sich gezeigt, so Broda, dass eine Zusammenarbeit mit den anderen Ortsfeuerwehren der Stadt (Groß Börnecke und Cochstedt) von Vorteil ist. Zum einen sei der Belastungsgrad der Kameraden nicht so hoch und ihre Arbeitgeber könnten sich besser darauf einstellen, dankte der Wehrleiter seinem Team für die geleistete Einsatzbereitschaft und die Bemühungen, Familie, Beruf und Ehrenamt erfolgreich zu vereinen. Broda regte weiterhin an, den Gedanken aufzugreifen, einen Stab, der im Ernstfall die Einsatzleitung regelt, auch in der Stadt Hecklingen aufzubauen. "Denn Naturkatastrophen können auch uns treffen", sagte der Hecklinger.

Alles in allem wurden die Kameraden der Hecklinger Ortsfeuerwehr im Jahr 2013 zu zehn Brandeinsätzen gerufen. 16 Hilfeleistungen beim Hochwassereinsatz können die Kameraden für sich verbuchen. Außerdem retteten sie ein Tier und führten eine Einsatzübung durch. Beim Personal mussten die Ehrenamtlichen keine Einbußen hinnehmen. Die Mitgliederzahl blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant. Derzeit engagieren sich 56 Mitglieder in der Freiwilligen Feuerwehr Hecklingen, darunter sind acht aktive Kameradinnen und 38 aktive Kameraden sowie zehn Alterskameraden, bilanzierte Broda. Er erklärte weiterhin, dass der Altersdurchschnitt der Truppe gut gemischt ist, wobei noch mehr jüngere Mitglieder wünschenswert wären. Diese Hoffnungen gehen die Hecklinger mit einer intensiven Jugendarbeit an. "Die Jugendfeuerwehr hat sich ...sehr gut entwickelt." Ebenso die Kinderfeuerwehr.

 

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