Der Wasser- und Abwasserversorgungsverband (WAZV) "Bode-Wipper" Staßfurt kann auch im Jahr 2014 alle geplanten Baumaßnahmen durchführen, teilte Geschäftsführer Andreas Beyer der Staßfurter Volksstimme mit.

Staßfurt l "Alle von uns im Dezember 2013 gestellten Fördermittelanträge sind vom Landesverwaltungsamt bewilligt worden", sagte Beyer.

Insgesamt darf sich der Verband auf Fördermittel in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro freuen. "Mit diesen Mitteln unterstützt das Land den Verband bei insgesamt acht Bauvorhaben mit einem Investitionsvolumen von 2,17 Millionen Euro", sagte der Geschäftsführer.

Im Gebührengebiet 1 sind Maßnahmen An der Liethe in Staßfurt und Am Kessel in Giersleben mit einem Umfang von 938 000 Euro geplant. Sie sollen an die zentrale Abwasserbeseitigungsanlage des Verbandes angeschlossen werden. Dabei handelt es sich um rund 240 Einwohnerwerte.

Im Gebührengebiet 2 (ehemaliger Abwasserzweckverband "Bodeniederung") werden gleich sechs Baumaßnahmen durchgeführt. Die Projekte in Etgersleben (Klein Germerslebener Straße), Groß Börnecke (Hohleweg, Stadtwegsiedlung), Unseburg (Wallstraße) sowie Egeln (Ascherslebener Straße und Am Wasserturm) haben einen Gesamtumfang von 1,23 Millionen Euro und erhöhen die angeschlossenen Einwohnerwerte um 210, informierte Beyer.

"Zurzeit führt der Verband die Ausschreibungen für die Maßnahmen durch. Mit dem Beginn aller Vorhaben ist spätestens Anfang Mai, mit dem Bauende planmäßig im November 2014 zu rechnen", fügte er hinzu.

Vor Beginn der Baumaßnahmen werde der Verband die betroffenen Grundstückseigentümer in Einwohnerversammlungen über den Ablauf der Erneuerung beziehungsweise Erweiterung des Kanalnetzes sowie über die zu erwartenden Kostenbeteiligungen der Grundstückseigentümer informieren, versicherte der Geschäftsführer.

Seinen Worten zufolge liegt der Wasser- und Abwasserzweckverband "Bode-Wipper" momentan in beiden Gebührengebieten bei einem Anschlussgrad von zirka 97 Prozent an das zentrale Kanalnetz. "Nach Abschluss der acht in diesem Jahr geplanten Baumaßnahmen werden wir Ende 2014 bei zirka 98 Prozent liegen, was zugleich auch der Endanschlussgrad sein wird", sagte Beyer. Ab 2015 seien keine zusammenhängenden Neubaumaßnahmen mehr geplant.

Damit liegt der Anschlussgrad über dem Landesdurchschnitt von 94 Prozent der Haushalte an das Abwasserkanalnetz. Mit diesem Ergebnis befindet sich Sachsen-Anhalt nach Einschätzung des Landesverwaltungsamtes an der Spitze der ostdeutschen Bundesländer. Damit sei zugleich westdeutsches Niveau erreicht worden.

"Dass die Verschlankung der Strukturen positive Auswirkungen hat, ist dabei gerade für die Akzeptanz in der Öffentlichkeit von besonderer Bedeutung. So konnten beispielsweise nach der Übernahme der Aufgaben des ehemaligen AZV Bodeniederung durch den WAZV Bode-Wipper die Gebühren für den Verbraucher deutlich gesenkt werden", sagte der Präsident des Landesverwaltungsamtes Thomas Pleye.

Groß Börneckes Ortsbürgermeisterin Ethel-Maria Muschalle-Höllbach freute sich über die Fördermittelzusage. "Wenn der Hohleweg und der Stadtweg einen neuen Kanal erhalten, ist das ein kleiner Fortschritt für Groß Börnecke", sagte sie. Muschalle-Höllbach würde es begrüßen, wenn im Anschluss daran diese Straßen grundhaft ausgebaut würden. "Leider ist dafür kein Geld da. Deshalb sollte sich der Bürgermeister darum bemühen, beim Land Geld locker zu machen, zumal in den letzten Jahren in Groß Börnecke nichts an den Straßen getan wurde."

 

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